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Heiko Mindach

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Heiko Mindach
| ...und abends dann... |
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Eine Fahrt mit ungewissem Ausgang | BVG in Berlin

So...mal eben einen aktuellen Lagebericht aus der Stadt der Mobilität unseren Besuchern mitteilen. Vorneweg: Weder kann Berlin S-Bahn, noch Flughafen und schon gar nicht U-Bahn. Heute kann Berlin uns mal. 

 

Ausgangspunkt: U-Bahn Seestrasse. Zielpunkt: Hallesches Tor. Wunder Punkt: Bauarbeiten in der U-Bahn. Hier stimmt überhaupt nichts. Fangen wir mit der Information der Fahrgäste an. Irgendwelche mutlos irgendwohin geklebte Bilder sollen einem den Weg erklären. Hier aussteigen, da geht es dann weiter, denken Sie an einen Fußmarsch und so weiter und so weiter. Man versteht diese Bilder nicht!

 

Die erste Bahn fährt ein. Auf der Anzeigetafel steht Friedrichstrasse. Nach zwei Stationen ist aber schon Schluss. Der Fahrer nuschelt, anscheinend legt sich sein Mikrofon geschmeidig an seinen hinteren Gaumenbereich an: " Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Wäre der Mensch nicht so ein Herdentier, man würde stehenbleiben und spontan losheulen. So alleine fühlt man sich. Aber es ist doch nur ein Gleiswechsel.

Hier wieder schlanke 7 Minuten warten. Eine volle U-Bahn fährt ein, Menschen fallen einem entgegen. Kaum sitzt man ... heisst es wieder "Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Gleiswechsel, 9 Minuten warten, Italienern und Spaniern und leicht betrunkenen Franzosen erklären, wie sich das hier mit der Weiterfahrt verhält und das Berlin auch U-Bahn-Strecken hat, die funktionieren.

Mit dem hysterischen Ausdruck einer Schildkröte wechselt der U-Bahn Schaffner die Wagenenden. Der hat die Ruhe weg, schlurft an uns geduckt vorbei. Da...eine U-Bahn kommt. Oh, alles klar, es ist unsere. Endstation: Friedrichstrasse. Weiter zu Fuß, im Schlepptau halb Europa aus dem Rettungsschirm. Natürlich gibt es auch Baustellen oberhalb des Untergrundes, natürlich müssen Taxifahrer mit 100 Sachen fast durch die zusammengewürfelte Touristentruppe gondeln.

Und natürlich warten wir alle an der Französischen Strasse auf die U-Bahn. Hier soll ja Unter den Linden ein neuer Querbahnhof für die Kanzler-U-Bahn entstehen. Ist klar Berlin....das alles zur besten Touristenzeit auf einer der meist genutzten Untergrund-Rennstrecke. Bauarbeiten müssen sein; das haben wir begriffen. Die Kanzler-U-Bahn und ihren Sinn verstehen wir nicht wirklich. Sie ist teuer, erfordert Unsummen an Geld ... und das längerfristig, da Tunnel....und schon vor Jahren ist man in Berlin hübsch mit dem Doppeldecker-Bus oder der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Alex gekommen. Städte wie Frankfurt bauen ihr Strassenbahn-Netz aus, entlasten dadurch die Innenstadt von zusätzlichen Autos und sparen durch PublicPrivatePartnership-Modelle auch noch Geld. Wir warten nicht nur am Gleis elendig lange, sondern auch darauf, dass die Kosten für diesen Bau "leider um soundso viel Prozent steigen werden"!

 

110 Jahre Berliner U-Bahn: Mobil ist was anderes....

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