Mindach & Co. Immobilien-Service 
Heiko Mindach

Otto-Nagel-Str. 105
12683 Berlin

 

mindach@mindach-immobilien.de

 

 

Heiko Mindach
| ...und abends dann... |
| ...und abends dann... |

Mo

22

Jul

2013

Finde den Fehler...

Vielleicht der kürzeste Blogeintrag aller Zeiten...

 

Aufgabe: Finde den Fehler...

 

Schreiben Sie uns in die Kommentare Ihre Antwort und Sie können überraschenderweise nichts gewinnen.

 

Viel Spass bei 32 Grad wünscht das Team von Mindach-Immobilien

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Do

18

Jul

2013

Bewertungsportale | das SM des kleinen Mannes

Das Hotel zu laut, das Meer zu blau, das Telefon kann gar nicht Dolby Surround, die Hausverwaltung nie erreichbar?

 

Macht nix, man kann es ja digtal bewerten. Man geht in ein Portal, meldet sich mit einem Phantasienamen an und haut erst einmal raus, was das Zeug hält. Noch bevor man den möglichen Konflikt im realen Leben versucht zu lösen, lässt man sich erst einmal im Netz aus. Gerade bei den Bewertungen zu Haus- verwaltungen oder Immobilienfonds ist man besonders fleissig in seinen Negativbewertungen. Der Wasserhahn tropft seit Tagen, die Bauarbeiter schreien auf dem Gerüst, Vorsicht, diese oder jene Hausverwaltung ist rassistisch, nie erreichbar, kümmert sich null.

Vielen fällt folgendes gar nicht auf: Nie meldet sich jemand mit Klarnamen an. Das zeigt schon mal, dass man bei der Verteilung von Geradlinigkeit und Mut damals leer ausgegangen ist. Dann …. gibt es fast durchweg schlechte Bewertungen. Kann man nicht auch mal sagen: "Toll bei denen zu wohnen, kümmern sich, sind zwar schwer erreichbar, aber im Notfall sofort zur Stelle!" Mit negativen Bewertungen will man sich Luft machen, einfach mal Dampf ablassen, um sich nachher besser zu fühlen.

Ins falsche Licht aber rücken viele dann eine ganze Firma und es ist schwer, dieses Image wieder loszuwerden. Vielleicht hilft ja den vielen Schnuffelhasen69, BreiwurstBerlin oder dermitdemHut - Menschen, die anonym in Portalen rumschwirren, wenn sie alle einfach mal rausgehen, ein wenig frische Luft schnappen und danach die Rechte und Pflichten eines Mieters im Mietvertrag sich zu Gemüte führen.

Wenn dann Fragen aufkommen, schreiben Sie bitte eine E-Mail, dokumentieren Sie vielleicht alles noch mit Bildern und dann setzen Sie sich mit der Hausverwaltung in Verbindung.

 

Das hilft mehr, als seine wahre, oft leider auch mangelnde und quengelnde Persönlichkeit in den Bewertungsportalen zu offenbaren.

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Mo

01

Jul

2013

Modern heisst nicht gleich besser

Nur mal eben so… | mindach-immobilien macht sich Gedanken

 

Am 03. Mai 2013 haben wir uns "architektonische Gedanken" über die Zukunft von Berlin gemacht. Nun kam die Kolumne von Georg Diez auf S.P.O.N. heraus. Wir hatten eine Menge Reaktionen auf unseren Text, der gerne und wahrheitsgetreu den städtebaulichen Ist-Zustand in Berlin bewertete. Dem Herrn Diez seine Kolumne wurde bei Twitter 75 Mal (!) weiterempfohlen. Wir wurden mit Bemerkungen wie "Ihr seid doch Makler, wie könnt ihr sowas über Berlin schreiben" abfällig beurteilt. 

 

 

Sagen wir es mal so: Liebt man jemanden, dann immer mit all´ seinen Fehlern. Das ist bei Städten nicht anders als im zwischenmenschlichem Bereich. Drumrum reden, es allen schön machen wollen - das führt zu nix. Daher haben wir Anfang Mai schon über diese architektonische Durchschnittsleistung vieler Architekten berichtet und jede einzelne Anfrage und subjektive Bewertung objektiv beantwortet. 

 

Das Herr Diez seine Kolumne mit dem Titel "Deutschland baut Mittelmass" manifestieren darf….starke Vorlage! Aber er macht es richtig, etwas fundierter erklärt er deshalb auch die städtebaulichen Entwicklungen, gerade auch in Berlin.

 

Lesen Sie hier seinen Gegenwartsreport. So ganz falsch lagen wir nicht… städtebaulich hat die Emotionalität, das fehlende Miteinander von neu und alt und die Uniformität der neuen Projekte unsere Liebe zu Berlin zwar nicht erschüttert. 

 

Aber….

 

Aber….

 

Aber man muss ja auch nicht alles mitmachen….

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Mo

03

Jun

2013

Krawall in Friedrichshain

Nicht der einzige seiner Art....
Nicht der einzige seiner Art....

Soll mal einer sagen, das ultralinke Friedrichshain hätte sich verändert, wäre ruhiger und gelassener geworden. Mitnichten!

 

Gleich hinter dem Ringcenter beginnt die Pettenkofer Strasse. Geht man diese hoch, so kommt rechterhand, kurz vor dem ersten Atemkollaps eine Baustelle. Hier wird gebaut, Eigentumswohnungen versteht sich. Setzt man seinen Weg fort, ahnt man, wiederum rechts gelegen, Schlimmes. Eine Baulücke, gerade noch so idyllisch bewachsen. Aber sie schreit schon nach Bebauung. Kurz dahinter, man glaubt es kaum, werden in einem weiteren Grundstück die ersten Stützpfeiler reingerammt. Die Fenster in unseren Büroräumen wackeln zumeist im Takt der Baustelle. Auf gut der Hälfte der Pettenkofer Strasse sieht man, diesmal linkerhand, eine weiträumige Baugrube. Das Fundament gegossen, der Kran hat ein großen Bruder dazu bekommen. Schaut man ein wenig in die Dolziger Strasse hinein, erkennt man, dass hinten links zwei Bauprojekte auch fleissig am werkeln sind, während die Ecke vorne mittlerweile nicht mehr Ecke heisst, sondern Bogen. Das macht sich auch gut im Verkaufsexposé.

 

Gegen die vielen Baustellen ist natürlich nichts zu sagen. Auch nicht dagegen, dass eine Baustelle peinlichst sauber arbeitet, während an der anderen einem schon mal im Vorbeigehen die rausgeförderte Erde um die Ohren fliegen kann. Wir fragen uns nur: 4 Baustellen? Parallel ?!? In einem kleinen Wohnabschnitt?!?

 

Berlin ist eine Grossstadt und gebaut wird hier eigentlich immer. Aber das Thema Abstimmung scheint wohl noch nicht so auf der Berliner Agenda zu stehen. In einem Stadtteil, auf so engem Raum….da ist es nicht verwunderlich, wenn die Baustellen-Nachbarn langsam aber sicher rebellieren, es zu längeren Staus auf den engen Wohnstrassen kommt und beim Bäcker die Bocki mit Brot das zentrale Angebot ausmacht. Sitzt da nicht irgendwo irgendwer in der Senatsverwaltung, der mal sagt "Freunde, das is´n bisschen zuviel des Guten. Einer muss später anfangen zu bauen"?! Letztlich soll alles wirtschaftlich sein. Und das ist auch berechtigt. Aber es muss auch bewohnbar bleiben. Irgendwie zumindest.

 

Eine Grossbaustelle in Berlin reicht erst einmal, wenn Sie wissen, was wir meinen….

 

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Di

21

Mai

2013

Das Ding mit dem Dings....

Jaaha liebe Balkonier, es heisst tatsächlich Gentrifikation und ist ein Begriff aus der Stadtsoziologie und, wer hätte das vermutet, in diesem Begriff steckt das englische gentryalso der niedere Adel.

Die gesamte Diskussion um städtebauliche und soziologische Veränderung ist mittlerweile von Hamburg bis München ein Tagesthema, wird politisch be- und ausgenutzt und wer was auf sich hält, der ist erst einmal dagegen.

Aber wenn man sich dem Thema mal aus einer anderen Richtung nähert, dann erkennt man auch, dass es eine Tendenz zur Veränderung gibt. Und die hat ihren Ursprung in der gesellschaftlichen Entwicklung.

Vielleicht wachsen jetzt Generationen heran, die wieder das Prestigedenken in den Vordergrund ihrer Lebensentwürfen stellen, die nicht alternativ und gebased leben möchten, sondern ausschweifend und teuer. Vielleicht wiederholen sich gerade die 90er Jahre des letzten Jahrtausennds, als es darauf ankam, Markenbekleidung möglichst schweissfrei durch die Disconacht zu bringen, damit der Eindruck stimmt.

Gentrifikation, oder stotterfrei gesagt Stadtentwicklung ist natürlich auch eine gesellschaftspolitische Entscheidung. Es sind daher nicht immer die bösen Makler schuld an den hohen Mieten, auch nicht die gierigen Eigentümer oder Investmentgruppen. Es geht auch um die eigene Einstellung: Wie möchte ich wo leben und…nicht zu vergessen….komme ich als Gast in eine neue Stadt, die ich respektvoll behandeln will oder als Eroberer? Für Gäste ist immer ein Platz da...

 

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Di

07

Mai

2013

"Und was sagen Sie jetzt dazu!?"

"Ich überlege. Mein Bauch entscheidet!" 

(Max Grundig, deutscher Industrieller)

 

So sieht es aus, wenn der Mensch ein Urteil fällen muss. Die Fakten sind da, das Gefühl aber entscheidet. Wir allerdings sind in der Lage, unsere Fakten mit viel Gefühl und Informationen bewerten zu lassen. Innerhalb kürzester Zeit haben unsere Kunden, die automatisch generierte E-Mail zur Qualitätsbefragung von immobilienscout24 beantwortet und wir wussten es schon lange:

 

Wir sind….

 

Sehr gut!

 

Und nicht weit entfernt von…

 

Exzellent!

 

Vielen Dank den Kunden, die mit uns auf Augenhöhe verhandeln, denen wir ein neues Zuhause verschafft haben und denen wir auch mal gesagt haben: "Ich glaube, hier werden Sie nicht glücklich. Suchen wir lieber noch gemeinsam weiter!" 

 

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Fr

03

Mai

2013

"Das haben wir doch schon immer so gemacht!"

"Städte verändern sich. Das ist ihr Wesen. Würden Städte sich nicht verändern, hießen sie München." (Zitat via katjaberlin.de)

 

So beginnt einer der Texte von Katja Dittrich, eine ausgesprochen ausgewogen und unterhaltsam schreibende Bloggerin. Ein Artikel zur Gentrifizierung also, mal nicht in der üblichen schwarz/ schwarz Malerei anderer, anbiedernder Medien, sondern schon mit dem Eingangssatz eine Richtung weisend. Veränderung bedeutet Fortschritt. Punkt. Dass man hinten runterfällt, andere im Gegenzug gewinnen…es ist so, der ewige Kampf der Menschen. Was aber in Berlin absolut unverständlich ist und wohl leider auch lange bleiben wird….man kann, egal woher man kommt, was für eine Architekturleistung man bis dato vollbracht, welche Ideen zur Kiez-Entwicklung bereits verwirklicht wurden bis heute definitiv eines nicht: Eine Seele bauen!

Berlin hat in jedem Stadtbezirk eine Seele, eine gewisse Ausdünstung, eine Eigenheit.

Dieses Spezielle sollte man nicht wegmörteln, sondern man sollte sich zusammensetzen, mit Investoren, mit Planern, mit Architekten und dann sagen, so bringt es monetären Gewinn, aber wenn wir es so planen, dann bringt es einen Gewinn für alle.

 

Nein, kann man anscheinend nicht. Es ist zum Verrücktwerden!

 

Der Begriff "Luxusloft" steht ja mittlerweile als Synonym für "Moment, ich muss mich mal eben übergeben, aber es geht gleich wieder" im Raum.

Gespachtelte Wände, Fussbodenheizung, hochwertige Badamaturen…schön und gut, aber das Leben, das spielt sich immer noch draussen ab. Da ist nix glattgezogen und gerade in Berlin auch nicht immer hochwertig und kalte Füsse kriegt man manchmal auch. 

 

Wenn es architektonisch so weiter geht, wenn niemand mal daran denkt, dass man nicht nur ein Haus baut, sondern nachhaltig ein Strassenbild prägt, dann wird es bald soweit sein…dann verändert sich die Stadt und wird doch München heissen. 

 

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Di

30

Apr

2013

Ausgehen in Berlin

Berlin lebt nicht nur von seinen kreativen Ideen, sondern ganz klar mit ihnen. Wer hat den ersten Luftgitarrenwettbewerb veranstaltet? Wo sagen Busfahrer bei drohender Überfüllung "Meine Damen und Herren, zu Ihrer Information: Auch das Oberdeck fährt in die gleiche Richtung!" Wie kann man im Amt bleiben, wenn man Millionen versemmelt. Ja...das ist kreativ und damit haben sich viele Berlin-Bewohner arrangiert. Auch mit den ausgefallenen Bar | Club | Szene | Namen. Hiessen früher die Clubs noch Diskotheken und trugen so Namen wie "energy", nannten sich Kneipen früher "Bistros" und firmierten unter so romantischen Plattheiten wie "C´est la vie", geht es heute und besonders in Berlin ganz anders und direkter zu. Die Namen für Lokalitäten werden ausgefallener, kreativer, manchmal auch unsinniger. Folgende kleine Geschichte als Beispiel; die Anführungsstriche bedeuten, dass genau zwischen ihnen der Name eines Clubs oder einer Bar steht: Los geht´s:

 

Ein "Mädchen ohne Abitur" traf sich mit ihren Girls in der "Fiesen Remise". Eine Freundin war die "Muschi Obermair", die andere "Die wilde Renate". Mann, da war immer was los, wenn die drei so zusammen abfeierten. "Süss war gestern" riefen sie und zogen richtig vom Leder, fragten die Typen unverhohlen "Zu mir oder zu dir" und gingen dann doch ohne männliche Begleitung in den "Club der üblen Nachrede". Aber als die "Gretchen" mit ihrem "Ritter Butzke" auftauchte, da war schnell "Schluss mit lustig"

 

Viel Spass beim entdecken...

 

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Fr

18

Jan

2013

Berlin hat nun wieder eine Mauer | Flughafen BER und die Stadt

Hinreichend, wenn nicht übermässig, wurden die Probleme mit dem Flughafenbau erörtert. Jeder ist anscheinend Experte, hat es kommen sehen, glaubt einfach nicht mehr dran. Was viele nicht bedenken: Berlin schiesst sich ins Aus und mauert sich ein, unbewusst oder bewusst. Eine Hauptstadt mit einem Wald- und Wiesen-Flughafen und einem innerstädtischem Airport, dessen Grenzen längst überschritten sind. Das bietet Berlin gerade seinen Gästen, dass ist, aus infrastrukturellen Gesichtspunkten der Status quo. Wo doch die Touristenzahlen ebenso wie der Neubau von Hotels boomen. Nicht zu vergessen: Eine weltweit bekannte Staatsoper, deren Neueröffnung auch ungewiss ist und dazu gesellt sich noch der Neubau des Stadtschlosses, das keiner will und das keiner bisher wirklich vermisst hat.

Berlin baut um sich eine neue Mauer.

Innerhalb dieser herrscht monotones Abnicken für die nächste Verschiebung der Flughafen-Eröffnung; ausserhalb lacht sich Deutschland kaputt. DIE Metropole, DER kreative Ort in Deutschland will Berlin sein. Da muss aber eine Stadt mit Geschichte erreichbar sein, will sie und ihr Potential überleben. Die Mauer, diese traurige Geschichte von Grenze und Abgrenzung, wird gerade wieder hochgezogen. Und das zuerst in den Köpfen der anderen. Und wie lange sowas dauert, bis dass dann wieder verschwindet, zeigt uns unsere eigene Geschichte jeden Tag. Immer noch….

 

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Mi

19

Dez

2012

Irgendwo auf einer Berliner Baustelle...

Am Tisch des Bauleiters. Ein grauer Morgen irgendwann in der Woche.

 

Gemütlich wartet man in einem zugigen Container. Ab und an geht die Tür auf, ein Bauarbeiter sagt "Tach" und kramt in Papierrollen herum, ein anderer murmelt "Moin" und geht auch wieder raus. Man schaut sich um. Hier wird noch deutscher Filterkaffee getrunken, es riecht nach Mettbrötchen und lange getragene Baustellenstiefel. Eigentlich will man nur wissen, wer der Bauherr ist, damit man aktiv in die Vermakelung mit einsteigen kann…könnte…eventuell….möglicherweise….aber der Bauleiter ist mit dem Architekten zugange und das Fundament wurde gerade gegossen. Da will man nicht stören. Und so hat man Zeit, ein bisschen neugierig zu sein. Und entdeckt eine wunderbar einfache Zeichnung, die schon viel wahres hat. Nicht nur, dass es perfekt den Alltag von allen Baubeteiligten beschreibt, nein: In diesem Bild hinter dem Tisch des Bauleiters findet sich die Kurzfassung eines Alptraums, den wohl schon jeder Mensch, der ein Haus bauen und einen Baum pflanzen wollte, durchlebt hat.

Wenn Sie also jetzt, so kurz vor Weihnachten, wo alles gemütlich werden muss, an ein gemeinsames Heim, Glück allein denken, denken Sie auch an die Hürden der Bürokratie, die sich Ihren Träumen eventuell in den Weg stellen.

 

Dazu empfehlen wir das sensationelle Buch von Julia Karnick mit dem perfekten Titel

"Ich glaube, der Fliesenleger ist tot". Sie beschreibt, wie aus dem Traumhaus nach und nach ein Alptraumhaus wurde, das sich dann doch wieder in ein, nun sagen wir, anderes Traumhaus entwickelt hat.

 

Das perfekte Last-Minute-Geschenk....

 

Schönes Fest wünscht Mindach-Immobilien!

 

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Mo

10

Dez

2012

Der kleine Hausmeister | Winter in Berlin

5:45 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster genügt. Schnee, und das nicht zu knapp.

Mütze, Schal, Handschuhe. Ab geht's!

Schon an der Haustür die ersten Vorwürfe. "Na sie kommen aber spät, das schneit doch schon die ganze Nacht!" Weiter, nur nicht stehenbleiben, sonst ist die Versuchung zu groß, einfach wieder umzudrehen. Verdutzte Augen schauen ihm nach. Die Kehrmaschine braucht von null auf 100 nicht mal 10 Sekunden, der kleine Hausmeister ist da erst auf halbe Kraft voraus. Abfahrt!

 

Den Bürgersteig rauf, den Bürgersteig runter. Vorbei an Menschen hinterm Steuer, die emotionslos und mit starrem Blick darauf warten, dass sie mit durchgetretenem Gaspedal irgendwann aus der Parklücke rauskommen. Vorbei an Hunden, die die Kehrbürste nicht zuordnen können. Hinter Menschen beinahe auf der Stelle kehrend, weil die im Schneckentempo zur Mülltonne gehen und mittig den Bürgersteig belegen. Nach gut zwei Stunden ist der Häuserblock umkehrt, die Garagenzufahrten geräumt, der Hauseingang freigelegt. Doch es hört nicht auf zu schneien.

 

Und so weiss der kleine Hausmeister nicht, wo er angefangen hat. Bis er auf den Nachbarn von heute morgen trifft. "Haben Sie hier schon gekehrt? Also für mich sieht das nicht danach aus."

Da wusste der Facility Manager, obwohl er noch nicht die Wetteraussichten gehört hatte, dass das ein harter Winter wird.

 

Für alle!

 

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Fr

30

Nov

2012

Halt durch Berlin....

Yeah, Herbst/ Winter, grau in grau - das ist unser Leben gerade. November in Berlin bedeutet schlecht gelaunte Gleisabschnitte auf dem S-Bahn-Ring, metertiefe Pfützen, weil die Strassenbauarbeiten ja bei unter 5 Grad unverzüglich eingestellt werden müssen und Menschen, die zwischen Verzweiflung …."Noch drei Wochen bis Weihnachten" …und Verzweiflung …"Und ich habe immer noch keine Geschenke" … hin- und hergerissen sind und so durch das kaltnasse Berlin hetzen. Man kriegt es schon irgendwie hin, schliesslich hat man es jedes Jahr hinbekommen. Aber gerade am Ende des Jahres, wenn die eigene Akkuanzeige ganz gerne mal auf rot umschwenkt, wenn nichts mehr geht, dann kommt man an so einem Stromkasten vorbei und hat sofort den alten Bon Jovi Klassiker im Ohr. Eine schöne neue Art der Durchhalteparolen hat sich in Berlin durchgesetzt. Mal ist es "It´s my life", mal der Queen-Klassiker "We will rock you". Ganz einfach so hängen Berliner ihre Songs in der Strasse auf.  In England findet übrigens aktuell ein Plakat reissenden Absatz: "Keep calm and carry on" steht da geschrieben. Ein Propagandaposter von 1939, das die Moral der britischen Bevölkerung in Kriegszeiten aufrecht erhalten sollte. Beruhig dich und mach einfach weiter, reg dich nicht auf, die Welt dreht sich sowieso, wird schon alles gut gehen. Heisst hier dann für Berlin: Egal, irgendeine S-Bahn wird schon einfahren, Mensch komm runter, es gibt noch verkaufsoffene Sonntage und denk dran, wennste den Winter in Berlin schaffst, dann schaffst du es überall. Diese Plakate, diese Eigeninitiative der Berliner ist besonders charmant, weil so völlig selbstlos. Wir halten da weiterhin die Augen offen! Hauptsache, und das ist unsere große Angst, hängt niemand den Song in die Strassen, der mittlerweile einige Genrationen in die Verzweiflung getrieben hat. "Life is life" von OPUS. Diesen Ohrwurm will man nicht haben….

 

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Mi

05

Sep

2012

Jetzt reden wir mal Tacheles...

Berlin...wenn man heute über eine Stadt spricht, die "arm aber sexy" ist, so hiess das früher "frei, wild und unentschlossen".

Wir wollen jetzt nicht schwadronieren über die kreative oder weltoffene Hauptstadt, ein Kanon, in den jeder gerne leicht und zielsicher mit einstimmt. Wir wollen nur ein bisschen zurückblicken und mal beide Moti gegenüberstellen.

Frei bedeutet in Berlin immer noch, frei leben, atmen, arbeiten. Viele, die "ihr eigenes Ding machen", finden in Berlin (noch) genügend Raum, um kreativ den eigenen Vorstellungen nachzugehen. Wild - also da ist Berlin wirklich nicht zu bändigen; braucht man nicht weiter drauf eingehen.

Aber unentschlossen - ein schöner Begriff, um die Atmosphäre einer Stadt zu beschreiben. Irgendwie weiss man immer, wo es hingehen soll, aber dann kommt alles ganz anders. Und schon muss man sich neu orientieren. Plan B ist also immer, dass Plan A funktioniert. Und wenn nicht, wird Plan A neu ausgeschrieben. Gerade diese Unentschlossenheit, die wirkliche Fähigkeit, künstlerische Allroundness zu beweisen macht Berlin einzigartig.

Und greift natürlich tiefer als "arm aber sexy" ein selten dämlicher und despektierlicher Spruch, der natürlich nur von Menschen stammen kann, deren Zukunft auf das Perfekteste abgesichert ist.

Und er wirkt wie ein Hohn auf die vielen Künstler, die das berühmte Tacheles in der Oranienburger Strasse endgültig räumen mussten. Hier gab es noch die Unentschlossenheit in der Kunst. Das war manchmal schon schwierig, wenn zum Beispiel eine komplett blaue Leinwand den Titel "Tod-Doppelpunkt-Geweih" trug. Aber hier war man frei in der Kunst, brauchte keine perfekt ausgestrahlte "Location" und keine aufdringlich werdenden Kulturagenten. Hier war man KünstlerIn und mehr nicht.

Das Tacheles, dieser geschichtsträchtige Ort in Berlin...wir verzichten an dieser Stelle auf einen Kurzabriss der Geschichte, weil is´ ja eh zu spät....wird abgerissen. Es entstehen "moderne Wohn- und Geschäftskomplexe" , die vermutlich arm und gar nicht sexy wirken und es verschwindet Geschichte im Sog der modernen Architektur. Parallelen tun sich auf zum Potsdamer Platz, der in den 20er Jahren des letzten Jahrtausends der Hot Spot schlechthin war und heute leider nur noch einen orgiastischen Höhepunkt erlebt, wenn die Berlinale residiert.

 

Arm und irgendwie nicht sexy, oder?

 

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Mi

08

Aug

2012

Aufgepasst, Freund Blase | Immobilienkrise in Berlin?

Etwas alarmiert waren wir davon, was in den letzten Tagen in den Medien so kommuniziert wurde. Wir meinen nicht die Marslandung von "Curiosity" und auch nicht die neue Badekollektion von Daniela Katzenberger. Das ist alles vernachlässigbar. Zumindest in unseren Augen....

 

Vielmehr fühlen wir uns leider bestätigt. Bestätigt in der Tatsache, dass die Entwicklung der Immobilienpreise deutschlandweit kritisch betrachtet wird. Das diskutieren wir fast wöchentlich.

 

Eine eigene Immobilie bedeutet immer ein gute, solide "Betonaktie". Aber worauf fußt das alles? Sicher, die Immobilienkrise von 2008, ausgelöst in den USA und schliesslich dann auch angekommen in Europa wird es erst einmal nicht geben. Zu unterschiedlich sind die Finanzierungsfundamente. "In Deutschland werden, im Gegensatz zu den USA die Immobilien nicht ausschliesslich durch Kredite finanziert" hörten wir im Deutschlandradio während einer sehr hitzigen Diskussion. Und doch....vermehrtes Eigenkapital schön und gut, aber auch hier sind irgendwann Kreditraten fällig. 

 

Kann es sein, dass wir vor einer Mini-Krise stehen? Sollten man ernsthaft nochmals drüber nachdenken, ob Luxusobjekte im Glockenbachviertel in München wirklich schon 10.000 € pro qm wert sind? Und wie sieht es in Berlin aus? Preissteigerungen bis zu 32% über die letzten Jahre hinweg und der Platz wird knapp....schon stehen Randbezirke hoch im Kurs.

 

Wir malen nicht den Teufel an die Wand, u.a. auch, weil wir gegen Graffiti sind, aber wenn nicht jetzt, wann dann sollte überlegt werden, ob diese oder jene Kapitalanlage wirklich ihren Wert gerecht wird. Besonders im Hinblick auf die Zukunft. Und vielleicht dienen solche Untersuchungen und vorsichtigen Prognosen auch dazu, mal zu überlegen, was man mitmacht und wo man sich nicht von der Preisschraube mit reinziehen lässt. 

 

Kapital, Gewinn, Ertrag, Rendite...gut und schön!

Zukunft? Die sollte dabei auch nicht vergessen werden.

 

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Mi

01

Aug

2012

Der Beat von Berlin | Berlin-Mitte lahmt

Damen und Herren, dürfen wir vorstellen: Die Tempodrossel. Dieses posierliche Ding steht seit einiger Zeit in Berlin-Mitte und lässt sich gerne da nieder, wo Berlin-Gäste Ihr neues Zuhause gekauft haben. Ja mehr noch: Sie wurde importiert. Die Tempodrossel ist dabei angenehm in der Haltung. Einfach hinstellen und Feierabend, weil...nix geht mehr! #

 

Damen und Herren, nur zur Erinnerung: Wir sind hier in Berlin. Die Stadt hat ihren eigenen Flow, einen schön smoothen Rhythmus und lässt sich so schnell nicht aus dem Takt bringen. Wer also, als Neu-Berliner und damit ewiger Gast versucht, sein Ding durchziehen zu müssen, wer hier in das Tempo von einer der geilsten Städte der Welt eingreifen will, nur weil er oder sie nur langsames Leben kennt....Freunde, das wird nicht funktionieren!

Da müsst ihr den Dancefloor wechseln. 

 

Tempo-10 Zonen tragen nicht dazu bei, dass es auf Berliner Strassen sicherer wird. Es steigert eher die Aggressivität der Autofahrer, vergrößert das Stauvolumen und mal ehrlich....welches Auto, welcher Roller oder welches Fahrrad kann schon 10km/h fahren, ohne komatös wegzukippen?!

 

Den Beat von Berlin kann man nicht begrenzen, den kann man nur mitgehen. Einige Bürgerinitiativen haben sich bereits gegründet, um mehr Tempo-10 Zonen in allen Stadtteilen einzurichten. Bleibt die Frage...gibt es da nicht wichtigeres?

 

Hört also mal genau hin, auf den Takt der Stadt...

 

d-_-b

 

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Do

26

Jul

2012

Charmant-die Geschichte einer kleinen Berliner Baustelle

Nachdem die Bewohner des Hauses es leid waren, die Altpapiertonne per Schiff zu  erreichen, sagten sie dem Hauswart Bescheid. "Es hat viel geregnet, das Grundwasser kann nicht so schnell abfliessen", wurde lapidar diagnostiziert. Auf den Hinweis der Bewohner, dass es aber drumherum fast wüstenähnliche Zustände gäbe, wurde erst einmal nicht reagiert. Dann aber doch...und die Odyssee begann. Der nasse Bereich wurde trockengelegt und diese Renovierungsarbeiten hielten genau 18 Minuten. Magisch vergrößerte sich die Pfütze und nach Studium diverser Pläne kam man übereinstimmend zu der Ansicht: Hier stimmt was nicht und da muss ein Leck in dem öffentlichen Zuleitungsrohr vorliegen. Zuerst wurde unter der Altpapiertonne alles aufgerissen. Dann wieder zugeschüttet. Es wurde wiederum nass. Dann kam ein Herr vom Berliner Strassenbauamt. Da es aber schon 16:13 Uhr war, kam er am nächsten Morgen wieder. Da dann aber pünktlich um 7 Uhr und er schrie erst einmal die gesamte Strasse zusammen, weil er zufällig zwei andere Kollegen getroffen hatte. Die Bewohner der Häuser drumherum waren jetzt erst einmal genauestens darüber informiert, wo man an der Spree am besten angeln kann. Mittlerweile war es 7.23 Uhr. Man machte sich an die Arbeit. Ein Loch wurde in die Strasse geschlagen. Ein Bauarbeiter mit Arbeitserlaubnis wurde in seinem kleinen Loch von 4 Männern umstellt. Einer davon trug schwarze Socken in cremefarbenen Sandalen. Das war dann wohl unser Herr vom Strassenbauamt. Er sagte: "Da ham wa´s doch!" Er notierte etwas auf seinem Klemmbrett und verschwand. Aufgeregt sprangen kleine Kinder um die Baustelle herum, während der oben erwähnte Bauarbeiter rumächzte und das Loch abdichtete. Sein Kollege stand auf der Strasse, rauchte, schaute den Frauen hinterher und trank Eis-Tee. Es wurde 16 Uhr und das brachte eine überraschende Wende in die Grabungen, nämlich Feierabend! Der nächste Tag: Diesmal kam eine andere Firma, begutachtete das Loch, trank heute mal Orangenlimonade und gemeinsam wartete man auf den Feierabend. Der übernächste Tag: Man wartete auf den Folgetag. Und an dem kamen drei Bauarbeiter, einer hieß Ronny, klassisch also, und der Ronny rief einen anderen Kollegen an und setzte sich erst einmal zu seinen Freunden. Eistee, Kippe, bei der Hitze Oberkörper frei und warten.  Dann kam der Freund, er brachte Sand. der wurde rein gekippt in das Loch. Man fegte noch ein bisschen und da war es auch schon wieder 16 Uhr. Am nächsten Tag kam jemand vorbei, schaute in das Loch, schüttelte den Kopf und fuhr wieder weg. Schliesslich wurde der Sand aus dem Loch wieder ausgebuddelt. Zwei Tage später wurde erneut Sand abgeladen, rein geschaufelt und mit Teergranulat bedeckt.

Und so steht sie da, unsere kleine, charmante Baustelle, schwitzt in der Sonne und ist plötzlich ein Symbol für Berliner Baustellenkoordination geworden. Ein Loch-mehrere Firmen. Ein Mission-mehrere Teams. Vielleicht muss das so sein, vielleicht sind Absprachen auf Berliner Baustellen im gesamten Stadtgebiet wirklich schwierig. Aber, liebes Strassenbauamt, streng dich halt mal an. Wir müssen auch jeden Tag mit dem Auto an Baustellen vorbei, die mal einsam, dann mal wieder belebt sind und keiner weiss, warum. Wir reden weder von Flughafen, Hauptbahnhof oder die unsägliche Baustelle Unter den Linden. Und hebt euch Fahrbahnverengung und Tempo 30 Schilder für die wirklich wichtigen Dinge auf, dafür, wo wirklich gebaut wird. 

 

Update: Es wird wieder nass unter der Altpapiertonne.

 

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Mi

11

Jul

2012

Kiezgedanken | Neubauten in Berlin

Zum Mauerfall sagte Willy Brandt: "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!" Ost und West, zwei deutsche Staaten, Viertel nach neun und Viertel neun. Bisher klappt das ja ganz okay. Vorbehalte gibt es auf beiden Seiten und das ist auch gut so. Ständiges reiben erzeugt bekanntlich Energie.

Woran wir uns allerdings Tag für Tag mehr und mehr stören ist die Art, wie vermessen viele Architekten das Berliner Stadtbild entstellen. Sobald eine Baulücke unter Dach und Fach ist, die Projekte vergeben, die Architektur bestimmt, ahnen wir schon, wohin die Reise geht. Quadratisch, praktisch, reingesteigerte bodentiefe Fenster, Fussbodenheizung, gespachtelte Wände...nur leider nicht gut.

 

Okay, kritisieren geht immer leicht von der Hand, aber sind diese Architekten mal durch die Stadt gegangen, haben mal die Fassaden im Kiez ästhetisch wirken lassen? Ist ein Architekt vom Reissbrett aufgestanden und hat sich mal die Strasse angeguckt, wo das neue Quadrat stehen soll?

Und war es nicht früher so, dass manche Fassade gar nicht so und so gebaut werden durfte, weil sie nicht "mit der Umgebung harmonierte?" Vielleicht hat sich tatsächlich die Architektur geändert, vielleicht ist das alles, was bisher in Berlin gebaut wird, so gewollt und irgendwie fashionable. Der Stadt, dem Kiez, dem Feeling ... Altberliner sagen FLOW dazu und spitzen den Mund in die Höhe ....tut das jedenfalls gar nicht gut. Die meisten Neubauten wirken bedrohlich bis nichtssagend. Herz ist da nicht drin, viel Geld schon.

 

Oder ist es so, das der Bau-Senator nur auf den Flughafen fixiert ist, und dabei die Augen für die Stadt verliert? Gibt es denn keinen Beamten mehr, der in seinem Büro Überraschungseier-Figuren sammelt, eine Hydrokultur-Kultur pflegt und sich mit den Bauplänen auseinandersetzt. Einer vom alten Schlag also, der mal sagt: "So nicht Freund Blase!"

 

Es kann doch nicht immer Fashion Week sein.....

 

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Di

10

Jul

2012

Eine Fahrt mit ungewissem Ausgang | BVG in Berlin

So...mal eben einen aktuellen Lagebericht aus der Stadt der Mobilität unseren Besuchern mitteilen. Vorneweg: Weder kann Berlin S-Bahn, noch Flughafen und schon gar nicht U-Bahn. Heute kann Berlin uns mal. 

 

Ausgangspunkt: U-Bahn Seestrasse. Zielpunkt: Hallesches Tor. Wunder Punkt: Bauarbeiten in der U-Bahn. Hier stimmt überhaupt nichts. Fangen wir mit der Information der Fahrgäste an. Irgendwelche mutlos irgendwohin geklebte Bilder sollen einem den Weg erklären. Hier aussteigen, da geht es dann weiter, denken Sie an einen Fußmarsch und so weiter und so weiter. Man versteht diese Bilder nicht!

 

Die erste Bahn fährt ein. Auf der Anzeigetafel steht Friedrichstrasse. Nach zwei Stationen ist aber schon Schluss. Der Fahrer nuschelt, anscheinend legt sich sein Mikrofon geschmeidig an seinen hinteren Gaumenbereich an: " Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Wäre der Mensch nicht so ein Herdentier, man würde stehenbleiben und spontan losheulen. So alleine fühlt man sich. Aber es ist doch nur ein Gleiswechsel.

Hier wieder schlanke 7 Minuten warten. Eine volle U-Bahn fährt ein, Menschen fallen einem entgegen. Kaum sitzt man ... heisst es wieder "Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Gleiswechsel, 9 Minuten warten, Italienern und Spaniern und leicht betrunkenen Franzosen erklären, wie sich das hier mit der Weiterfahrt verhält und das Berlin auch U-Bahn-Strecken hat, die funktionieren.

Mit dem hysterischen Ausdruck einer Schildkröte wechselt der U-Bahn Schaffner die Wagenenden. Der hat die Ruhe weg, schlurft an uns geduckt vorbei. Da...eine U-Bahn kommt. Oh, alles klar, es ist unsere. Endstation: Friedrichstrasse. Weiter zu Fuß, im Schlepptau halb Europa aus dem Rettungsschirm. Natürlich gibt es auch Baustellen oberhalb des Untergrundes, natürlich müssen Taxifahrer mit 100 Sachen fast durch die zusammengewürfelte Touristentruppe gondeln.

Und natürlich warten wir alle an der Französischen Strasse auf die U-Bahn. Hier soll ja Unter den Linden ein neuer Querbahnhof für die Kanzler-U-Bahn entstehen. Ist klar Berlin....das alles zur besten Touristenzeit auf einer der meist genutzten Untergrund-Rennstrecke. Bauarbeiten müssen sein; das haben wir begriffen. Die Kanzler-U-Bahn und ihren Sinn verstehen wir nicht wirklich. Sie ist teuer, erfordert Unsummen an Geld ... und das längerfristig, da Tunnel....und schon vor Jahren ist man in Berlin hübsch mit dem Doppeldecker-Bus oder der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Alex gekommen. Städte wie Frankfurt bauen ihr Strassenbahn-Netz aus, entlasten dadurch die Innenstadt von zusätzlichen Autos und sparen durch PublicPrivatePartnership-Modelle auch noch Geld. Wir warten nicht nur am Gleis elendig lange, sondern auch darauf, dass die Kosten für diesen Bau "leider um soundso viel Prozent steigen werden"!

 

110 Jahre Berliner U-Bahn: Mobil ist was anderes....

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Mo

18

Jun

2012

Zu nüscht fähig | Hitze in Berlin

Heute, 32 Grad, komatös geistert man durch den Tag. Der Schädel brummt, jede Bewegung fällt schwer und wenn das Telefon noch einmal klingelt, fallen spontan die Ohren ab. Berlin ist im Winter echtes survival; im Sommer wird man allerdings auch auf die Probe gestellt. Zwar stürmt es Gott sei Dank den ganzen Tag, aber so richtig abgekühlt geht es anscheinend heute nicht. Montag...spontane Wochenamnesie...die langsam wieder aufgearbeitet werden muss. Und so kriegt man den Tag rum, macht morgen das, was heute ständig weggeschoben wurde, geht ganz langsam nach Hause...und ist zum ersten Mal bereit, zu lächeln.

 

Zu nüscht fähig...

 

Wem sachste das....

 

Scherzkeks...

 

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Do

14

Jun

2012

Altersgerechtes Wohnen im Speckgürtel von Berlin

Bei diesem Wetter macht es natürlich Spass, Kaufobjekte im Berliner Speckgürtel zu besichtigen. Und gerade, wenn die Idylle am schönsten ist, man dösend durch die Sonne trabt, zack, kriegt das Gehirn etwas zum Nachdenken. Was bitteschön sind Pferdesenioren? Denkt man sich im ersten Schritt. Und man erkennt, dass ein richtiges Immobilienmanagement sich in den unterschiedlichsten Bereichen wiederfindet. Das finden wir innovativ und obwohl wir keine Pferdekenner sind, scheint das gang und gäbe zu sein. Im Ort wimmelt es von Pferdealtersheimen...und die Bewohner sahen alle ziemlich fit und wild aus. 

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Di

22

Mai

2012

Graffiti ... die Fortsetzung | Berliner Reaktionen

Ja...nee...schon klar...vielen Dank an die kreative Seele von Berlin, die immer eine Antwort findet! Entwaffnend, auf den Punkt und sicher sehr wirkungsvoll, unterstreicht dieser Satz aber auch, dass es hier nicht um Sprayer-Respect geht. Und trotzdem...Respekt!

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Di

08

Mai

2012

Die neue Kommunikation | Graffiti in Berlin

Screenshot via NoB
Screenshot via NoB

Schön, wenn sich eine Hausverwaltung die Mühe macht, Fassadenmaler direkt und sympathisch anzusprechen. Denn es sit ja so: Eine frische Wand, ein schöner Anblick und schön schlägt das Sprayerherz höher. Da könnte man doch seinen Friedrich-Wilhelm druntersetzen, das Revier markieren, die Grenzen abstecken. Das ist für viele Eigentümer unschön. Sie lassen entfernen, die Hauswand mit Anti-Irgendwas behandeln und ärgern sich, dass es dann doch jeden Tag anders aussieht. Einige Eigentümer lassen es gleich sein. Folge? Die Hauswand sieht aus wie ein Blatt Papier nach einem langweiligen Meeting. Total langweilig. Manche Sprayer hinterlassen Zeichen, die bereits in einer Kartei der Polizei peinlichst genau vermerkt und zugeordnet werden. Andere entwerfen Gebilde, die zugegeben, manchmal sehr stylish wirken. Aber es ist und bleibt Sachbeschädigung, wird zur Anzeige gebracht, allein auch deshalb, damit man bei der Versicherung Ansprüche geltend machen kann. 

Hier mussten wir aber doch lachen. Weder Bild noch Zeichenfolge...nein, die pure Kommunikation auf die Aufforderung, es gerade nicht zu tun.

Und das es immer irgendeinen Kasper gibt, beweist dieses Graffiti eindrucksvoll.

 

Jungs (oder vielleicht auch Mädels, man weiss es nicht)....ihr habt uns zum lachen gebracht.

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Do

26

Apr

2012

Mal eben Berlin verstehen...

Achtung: Jetzt mal ein bisschen Schule für alle:

Beim Berlinerischen handelt es sich sprachwissenschaftlich nicht um einen Dialekt, sondern um einen (sehr selten anzutreffenden) Metrolekt, eine in großstädtischen Zentren aus einer Mischung vieler unterschiedlicher Mundarten entstehende Stadtsprache. Die stärkste Ausprägung hat diese „neue“ Sprache in den städtischen Bereichen Berlins erfahren; daher existieren in Berlin bis heute Wörter, Spitznamen usw., die ihren Weg noch nicht in das Umland gefunden haben.

 

Auch viele Zugereiste versuchen sich zu assimilieren und streuen hier und da ein paar Berliner "wah" und "weeste" - Brocken ein. Darüber kann der Berliner, und natürlich auch jede Berlinerin nur müde lächeln. Machen se aba nich....sondern lassen es geschehen. Niemand kann so gut berlinern wie die Berliner. Jeder Versuch von anderen fliegt irgendwann unweigerlich auf. Ob Ihnen, uns oder dem jüngeren Bruder...der, wie unser Bild es zeigt, hier in Berlin gerne Keule genannt wird....berlinern kann man nicht lernen; den Berliner Metrolekt (!) kann man höchstens verstehen lernen. 

 

Weisste Bescheid....

 

Keule!

 

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Mo

23

Apr

2012

Maximale Energieeffizienz bei minimaler Investition

Ein quälender Montag, der einfach nicht zu Ende gehen will und dann das....hat sich doch ein Spassvogel einen, zugegeben, ganz netten Spass erlaubt. Einfach mal den Pelz unter der Rubrik "1-Zimmer-Apartment" promoten und sehen wer sich meldet.

Ganz lustig...natürlich... aber doch gegen die Richtlinien von Immobilienscout24. Das Portal führt das Objekt jetzt nicht in den Trefferlisten. Schade...wir hätten gern gewusst, wie es sich auf einem Quadratmeter wohnt, lebt und arbeiten lässt.

 

Trotzdem...schön geschmunzelt und dann doch ganz gut in die Woche gestartet.

 

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Fr

13

Apr

2012

Berliner Makler und die Provision

Lieber DasTwitta auf twitter.com,

 

hier eine feine, nur kleine Auswahl, die diesen Umstand der 2 Nettokaltmieten plus MwSt. durchaus rechtfertigen:

 

1.) "Haben Sie noch andere Wohnungen?"

heisst: Kein Interesse, danke für die Anfahrt!

2.) "Ich kann abends um 10, morgens um 7:00 Uhr oder Sonntag, da aber dann ganztägig!"

heisst: Wir spielen mal mit dem Makler ein wenig PingPong

3.) "Hat die Wohnung einen Balkon?"

heisst: Das Exposé wurde gar nicht gelesen

4.) "Eigentlich suchen wir ja was größeres!"

heisst: Ich wollte mich nur mal umschauen, gerne zu den unter 2. angeführten Uhrzeiten.

5.) "Kann man da was an Ihrer Provision machen?"

heisst: Man will eigentlich nur mal so..naja..eigentlich...flötflöt!

6.) "Wir wollen die Wohnung unbedingt!"

heisst: Es kommt in den seltesten Fällen ein Einzeiler, eine SMS, geschweige denn ein Anruf!

7.) "Ich habe noch gar nicht gekündigt!"

heisst: Makler rollt heimlich mit den Augen

8.) "Ich nehme die Wohnung sofort!"

heisst: Makler spürt Unbehagen!

9.) "Eine Schufa-Auskunft gebe ich Ihnen nicht!"

heisst: Makler erinnert sich an Punkt 8.

 

Das alles in die richtige menschliche Balance bringen, Hausverwaltung und EigentümerIn überzeugen, sich menschlich nicht vertun und hoffen, dass alles dann auch klappt, die Unterlagen stimmen, bei ersten Problemen, auch nach Mietvertragsunterzeichnung noch ein offenes Ohr zu bieten, sonntags bei 15 Grad minus auf den einen Termin zu warten, der nur genau dann kann, aber doch nicht kommt...das alles kostet, und zwar nicht nur Nerven, Geduld und Ausdauer. 

 

Beste Grüße, MIB (Makler in Berlin oder Mindach in Berlin)

 

 

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Di

10

Apr

2012

Nachts und ohne Blitz | Berlin - Kottbusser Tor

Ostersonntag am Kottbusser Tor unterwegs zu sein, ist wie jeden Sonntag des Jahres. Denn die Bevölkerungsstruktur gibt es vor. Ostern wird hier traditionell nicht gefeiert. Daher ist es ruhig, gelassen, ja fast schon typisch berlinerisch lässig. Und man traut sich, mit dem Motorroller in der einen Hand und der Kamera in der anderen Hand, Berlins bekanntesten und berüchtigsten Kiez zu fotografieren. Ohne Blitz, ohne sorgfältiges Auswählen des Ausschnittes...einfach mal so draufhalten. 

Und das Ergebnis? Zwischen schwarz und weiss, zwischen bedrohlich bis Abendstimmung. Es zeigt sich: In Berlin einfach mal spontan sein, nicht viel überlegen, mal im Kiez unterwegs sein, rumschlendern.

Das ist die beste Einstellung für diese Stadt mit den besten Eindrücken.

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Mo

02

Apr

2012

Die neue Rolle der Kinder! Berliner Mütter wehren sich

Schluss mit lustig; das Ende der Fahnenstange ist erreicht.

Berliner Mütter, und besonders die, die auf´m Berg wohnen möchten nicht länger übermüdet durchs Leben geistern, über angebrochene Hipp-Gläser diskutieren und auf dem Spielplatz ihr Leben fristen. Feierabend! Das Kind wird ausgepackt, auf die Beine gestellt und schon kann es losgehen. Rollentausch der besonders heiteren Art.

Dieses und viele weitere, geniale Einfälle bietet das Comedy-Trio "Eure Mütter" an zwei Abenden im Club "Kookaburra".  Titel: | Nix da "Leck mich!" Auf geht´s |

 

Deftig, grenzwertig, eben immer auch Berlin, obwohl die drei Comedians gar nicht von hier kommen. Genügend Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung bringen sie anscheinend mit!

 

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Mo

26

Mär

2012

Büro, Büro | Berliner Gewerbeimmobilien entwickeln Niveau

Berliner Gewerbeimmobilien ziehen an. Nicht nur Interessenten aus ganz Europa sondern auch preislich. In Top-Lagen, also Einkaufsstrassen oder Nebenstrassen von Flaniermeilen, können Preise bis zu 25 € pro Quadratmeter erzielt werden. Erfreulicherweise werden Leerstände dadurch abgebaut und die Stadt  erhält an markanten Punkten wieder neues Leben. Massgeblich verantwortlich scheint der neue Flughafen BBI, der eine verbesserte Mobilität verspricht. 

Aber auch Firmenexpansionen sind Gründe, sich für den Standort Berlin zu entscheiden. Was aber immer nur am Rande erwähnt wird: Firmen, Firmengründer, Neu-Mieter fragen in den Besichtigungen immer mehr nach der Nachhaltigkeit des Objektes. Welcher Energiekennwert, wie sind die Gestaltungsmöglichkeiten, ohne wesentliche Umbaumassnahmen zu initiieren...ein schöner Trend in Richtung ganzheitliches Arbeiten.

 

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Fr

23

Mär

2012

Leben in der Geschichte

Die Gauck-Behörde (Screenshot)
Die Gauck-Behörde (Screenshot)

Viele wollen auf einem Schloss leben, einige im Paradies und ein paar ausgewählte Menschen können sich jetzt freuen. Die, die schon immer an geschichtsträchtigen Orten leben wollten, bietet Berlin jetzt die Möglichkeit. Die sog. "Gauck-Behörde" ...Sie erinnern sich, der heutige Bundespräsident war Beauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit...wird zu einem Wohn-/ Bürokomplex umgebaut. Damit lässt sich tatsächlich historisches mit gelebter Geschichte verbinden. Und wir hoffen, dass man es zu würdigen weiss...sowohl in der behutsamen Bauausführung, als auch im anschliessenden Wohnambiente.

 

Denn hier wurde Geschichte neu geschrieben!

 

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Do

22

Mär

2012

Hoppla, da konnte wohl wer nicht einziehen...

Berghain-Jünger
Berghain-Jünger

Das Berghain (Namensgeber sind die Bezirke KreuzBERG und FriedrichsHAIN) ist zu recht der beste, größte, lauteste und wildeste Club in Europa. Eine wahnsinnig ausgefeilte Klang-Technologie, mehrere Ebenen, Unisex-Toilettenbereich und allerhand sonst, was nicht auf eine Immobilienseite gehört, unterhalten die Massen von Freitag abend bis Montag morgen. Durchgehend! Man kann also beruhigt am Sonntag um 7 aufstehen, duschen, frühstücken und tanzen gehen. Das Berghain ist immer da.

Anscheinend aber nicht für alle. Trotz relaxter Türpolitik gibt es doch so manche, die den dritten Rausch der Nacht, von was auch immer, nicht vollständig abgebaut haben. Und die werden dann gerne, nach langem Anstehen, nach Hause geschickt. 

 

Das unterwegs noch Zeit geblieben ist, Wände zu bekritzeln....verwunderlich!

 

 

 

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Fr

16

Mär

2012

Herr Vernünftig in Berlin

Herr Vernünftig
Herr Vernünftig

Herr Vernünftig hatte heute Spass. Die Sonne schien seit gefühlten 30 Jahren mal wieder und, ein Novum, brachte sogar Wärme mit. Die Interessenten locker, die Menschen bereits auf der Jagd nach Plätzen im Außenbereich des Cafés; selbst die Hunde schienen lachend auf dem Bürgersteig zu watscheln. Von der ungewöhnlichen Hitze war Herr Vernünftig überrascht.

 

Und so stand er nun da mit Sack und Pack und langsam lief ihm Schweiss hinab.

Heute liebte Herr Vernünftig die Unvernunft.

 

Wir können ihn verstehen...

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Do

15

Mär

2012

Bist du glücklich | Urbane Vielfalt in Berlin

Was ist Glück? Und wann ist Glück? Unweigerlich muss man jeden Morgen daran denken, wenn man den Eingang zum U-Bahnhof Wittenbergplatz benutzt.

 

Und man überlegt, was es ist, das Glück. Das streben nach Glück ist individuelles Freiheitsrecht. Da braucht man keine Rücksicht nehmen. Glück ist das, was nur individuell empfunden werden kann. Aber in der Natur ist der Mensch den anderen Menschen gleich. HIer erkennen wir, dass wir durchatmen können, in die Sonne blinzeln und den Geruch des Frühlings erahnen wir mit einem zufriedenen Lächeln. Es gibt Menschen, die bringen uns dieses Naturglück in die Stadt zurück. Etwa auf dem Tempelhofer Flughafen mit einem Erlebnisgarten oder in der Kreuzberger Cuvrystrasse. Urban gardening, die Rückkehr der Gärten in die Städte hat sicherlich nicht nur eine gesellschaftliche Bedeutung, sondern bringt uns Glücksmomente in den urbanen Alltag.

Wie die erste Sonnenblume, ein wohlgepflegter Kräutergarten oder eine türkische ältere Dame, die mit ihrem Spazierstock ihre Enkeltöchter durch den Prinzessinengarten am Moritzplatz scheucht. Ordnung muss sein. Das kennt schliesslich auch die Natur!

 

Unser Lesetipp: www.urban-gardening.eu

 

Und dann ab April 2012, live und in True 3D: www.prinzessinnengarten.net

 

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Do

08

Mär

2012

Moderne Kunst oder künstlich modern ?

Zuerst dachten wir, dass das holländische Bier doch einen Zusatzstoff hatte, den wir Deutschen nicht vertragen. Dann aber, als wir letztens bei unserem Arbeitstreffen in Amsterdam bemerkten, dass neben uns noch andere Leute stehenblieben, wurde uns klar: Das hier ist keine moderne Kunst, das ist real. Ein LKW, scheinbar eingeklemmt zwischen den Häusern. Des Rätsels Lösung: Aufgrund des Platzmangels in der Amsterdamer Innenstadt haben Architekten den Hintereingang des Kaufhauses optimal genutzt und einen LKW-Lift  zwischen zwei Häuser integriert. Fasziniert warteten wir, bis der LKW wieder sicheren Boden unter den Rädern hatte und völlig teilnahmslos wegfuhr.

Da wussten wir: Wir waren doch nüchtern!

 

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Di

21

Feb

2012

Ein neuer Mieter | zwei Fahrer | ein Skandal

 

 

Kaum ist unser neuer Mieter für das Schloss Bellevue vorgesehen, schon geht es skandalös zur Sache. Anscheinend beanspruchen zwei Berliner Taxifahrer...ja, dass sind die, die mit 100 km/h durch Kreuzberg brettern und sich dabei noch eine Zigarette drehen und lässig nach hinten schauen...den Herrn Gauck für sich. "Bei mir wurde er Präsident", klingt wie, ich habe ihn erst zum Mann gemacht. Tatsächlich erzählt im linken Revolverblatt der Chef des Angestellten, abgebildet hier im rechten Revolverblatt, wie sein Fahrer den BP in spe chauffiert hat. Jeder hängt sich jetzt an den Ruhm des anderen. Das ist auf höchster Parteiebene so und setzt sich fort bis zum Taxifahrer. Wir wollen nicht vergessen, dass Herr Gauck noch gewählt werden muss. Erst dann wird im Haus mit der schönen Aussicht der Mietvertrag rechtskräftig. Und die Taxifahrer können den Ruhm, wenn er denn einer sein sollte, zu Recht für sich beanspruchen.

 

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Fr

17

Feb

2012

Das tägliche Länderspiel

Um es gleich vorneweg festzuhalten: Wir sind keine Ostalgiker, wir wollen keine Mauer zurück oder beharren darauf, dass damals alles besser war.

Aber immer, wenn wir in unseren Besichtigungsterminen in Mitte an diesem Haus vorbei hetzen, immer wenn, wie zufällig, dieses Haus in unseren Blickwinkel auftaucht, dann halten wir kurz inne.

Ja...hier war ein anderes Land, zwar ein Deutschland, aber doch ganz fremd. Die gleiche Sprache, die gleichen Macken, alles unter einem Himmel. Und unsinnigerweise Unendlichkeiten entfernt.

Und zwischen modernem Neubau und renoviertem Altbau steht eine Erinnerung. Da denken wir gerne dran, auch im 22. Jahr der Wiedervereinigung. Immer ist da irgendwie das Gefühl, als ob es gestern war.

So soll es auch bleiben! 

 

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Di

07

Feb

2012

Rule Britannia....

Sportlich, sportlich, was sich da gerade in London entwickelt.

Der Startschuss für die olympischen Spiele in London 2012 ist noch nicht gefallen, schon spurten britische Vermieter ins Ziel. Aufschläge bis zu 400 Prozent auf muffige Dachkammern mit muffigen Mitbewohnern sind zu erwarten. Altmieter müssen sportlich die Wohnung räumen, denn Olympiagäste zahlen mehr und mäkeln weniger rum.

London bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor. Auf allen Gebieten, so auch im Immobilienbereich. Seit Jahrzehnten diktieren hier die Vermieter Mietpreise und Kündigungsfristen. Logisch, dass man zu Olympia 2012 die Preise extrem anzieht. Aber gleich die vertrauten Mieter temporär ins Aus stellen...das ist dann wohl etwas sophisticated. Und unterstreicht und festigt den Inselcharakter von Land und Leute.

 

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Mi

01

Feb

2012

Gentrifizierung in Mitte! Bitte?

Da wartet man auf den nächsten Besichtigungstermin, erkundet ein bisschen die Umgebung...schliesslich will man vorbereitet sein...und dann das. Am Edelitaliener weht eine hübsch gestylte Protestnote. Okay, sprachlich ganz schön gestaltet, aber das war es dann auch schon. Wir versuchen mal eine kleine Randnotiz über Berlin-Mitte.

Zu DDR-Zeiten war dieser Bezirk alles andere als hipp, wohl eher hopp. Die Häuser fanden gerade mal so Halt auf ihren Grundmauern, die Strassen hätten durchaus einer Motocross-Weltmeisterschaft standgehalten. Mitte war das Stiefkind der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Da wollte man nicht hin und wenn man da war, wollte man eher so schnell wie möglich weg. Dann Mauerfall, Sanierungsgebiet, Entwicklung zum Hot Spot. Betrachtet man die Bevölkerungsstruktur, dann ist hier eher Westen statt Mitte.

Soviel dazu....

Wer jetzt kommt und sagt, alteingesessene Bewohner werden vertrieben, Luxuslofts entstehen, die Struktur würde einfach nicht mehr stimmen, der irrt. Aus städtepolitischer Entwicklung stimmt das schon länger nicht mehr. Mitte ist international geprägt, hat tatsächlich sehr viele Kreative und "Was mit Medien" Bewohner, aber der ursprüngliche alte Kern, der ist schon länger stark geschmolzen. Hier eine Gentrifizierungsdebatte aufzumachen, ist verstörend. 

 

Und kommt eher modisch daher....

 

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Mo

02

Jan

2012

Wenn Ideen endlich schlüpfen..

Wir alle, ob gewollt oder ungewollt, starten mit neuen frischen Einfällen in das beginnende Jahr. Viele Vorhaben verschwinden in der Routine, aber manches kann sich über den Januar hinaus retten. Entweder Gewicht verlieren oder die Freundin, vielleicht mal mehr schlafen oder mehr tanzen gehen. Wie auch immer...eine schöne, erfolgreiche und dann doch...ja, man muss es sagen...gesunde Zeit wünschen wir. Denken Sie dran: Wir wissen nichts vom Leben nach dem Tod; daher achten Sie auf eine gesunde Ernährung und ein ausgewogenes Leben. Wer weiss, was nach dem 21.12.2012 passiert und dann stehen Sie da: In Jogginghosen, fleckigem T-Shirt und Bauchansatz. Eine schlüpfrige Vorstellung...

Willkommen im Neuen Jahr
Willkommen im Neuen Jahr

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Do

22

Dez

2011

Man lebt nicht in Berlin, sondern mit Berlin...

Kurz vor entspannten und entspannenden Feiertagen, kurz vor dem Jahresende entdecken wir im Netz eine wunderbare Animation. Die Pappsatt-Produktion hat in einem animierten Film das Thema "Kiez im Wandel der Zeit" wie wir finden hervorragend dargestellt. Handwerklich ist es eine Meisterleistung, auch wenn die nörgelnden Kommentare auf der YouTube-Seite was anderes behaupten. Inhaltlich ist es natürlich etwas, was uns in unserer Arbeit zu denken gibt. Ist das Thema Gentrifizierung in jedem Kiez so stark wie, sagen wir mal im Prenzlauer Berg? Kann Neukölln sich wehren und den alten Charme behalten? Das Jahr 2012 wird es zeigen. Jedenfalls ein wunderbarer Film, absolut detailversessen und etwas, was ohne moralische Bewertung auskommt.

Wir bleiben nachdenklich...und danken für den Spiegel, den man uns als Makler vorhält!

 

http://www.youtube.com/watch?v=dKkpsZSaPmY&feature=youtu.be

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Mo

28

Nov

2011

Wir verweisen hier zum ersten Mal ...

... auf einen Blogeintrag, der in direkter und emotional berührender Art und Weise mitteilt, was Wohnen in Deutschland noch alles bedeutet.

 

Gehen Sie auf 

http://holyfruitsalad.blogspot.com/

und suchen Sie nach dem Blog-Artikel "Wohnungslos" vom 27.11.2011. 

 

Dem können wir nichts mehr hinzufügen....

 

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Do

17

Nov

2011

Maklersprache ist schon deftig....

Hausvogteiplatz in Berlin
Hausvogteiplatz in Berlin

„Die Besorgungen des täglichen Bedarfs sind fußläufig erreichbar!“ So...das hat erst einmal gesessen. Wer bitte schön sagt denn fußläufig? Gehen Nicht-Interessenten etwa auf den Brustwarzen zur Arbeit oder wird hier verglichen mit läufigen Hündinnen? Und wer kennt schon den täglichen Bedarf eines jeden und einer jeden? Schaut man sich die Exposéetexte der Immobilienangebote genauer an, dann, ja dann entdeckt man: Sie gleichen sich alle! Keiner macht sich die Mühe, mal fünf Minuten darüber nachzudenken, wie man eine 2-Zimmer Wohnung beschreiben kann. Einfach mal aus dem Fenster schauen, die Fotos genauer betrachten und dann schwingen sich die Ideen schon zu einem Text zusammen. Schließlich will man die Kunden hier im ersten Kontakt begeistern. Panorama-Bilder einer 30qm Wohnung machen das Objekt im Netz schön groß; in der Realität verkommt es dann allerdings zur kleinen Nichtigkeit. Gesellen sich dann auch noch fußläufige Eigenschaften dazu...na dann fällt die Tür gleich wieder ins Schloss. Immobilienmakler können sich von Juristen, die mit einem Sprachschatz von gut 5000 Wörtern durchs Arbeitsleben kommen, wohltuend absetzen. Indem sie der Phantasie die Tür öffnen. Stellen Sie sich vor, was Kunden denken, wenn sie in jeder Anzeige „fußläufig“ lesen? Sehen Sie, die wissen damit gar nichts mehr anzufangen. Und zack ist das Interesse für das Objekt weg....und der mögliche Kunde hinterher auch! Fußläufig?! Pfff....

 

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So

06

Nov

2011

Ich glaub´ich sollte mal wieder sanieren

Immobiliensanierung ist ein weites Feld. Der Horizont ist meist nicht zu sehen, gibt es doch mehrere Möglichkeiten, energetische Veredelungen sich kostengünstig finanzieren zu lassen. Der Staat hilft? Mitnichten...die aktuelle Regierung hat günstige Zuschüsse und wertvolle Hilfen erst einmal auf Eis gelegt. Es gibt anscheinend wichtigeres im Leben als nachhaltiges Sanieren. Vielleicht saunieren? Ja, war ein Spass, aber wer die EnEV (Energieeinsparverordnung) beachten muss und wer nicht, wer wem welche Fristen davonlaufen und wer Unterstützung vom Staat bis wann überhaupt bekommen soll, der sollte jetzt den frühen Abend nutzen und sich dahinter klemmen. Kann ich bei der KfW kostengünstige Kredithilfen erwarten, muss mein Dach gedämmt werden, wie steht es mit der Energieeffizienz. Das Jahresende ist ja immer so eine Sache. Hier laufen Fristen ab oder aus und wer im Neuen Jahr nicht nur das Rauchen aufgeben will, oder mehr Sport treiben möchte, der sollte sich als Hausbesitzer über staatliche Hilfen informieren. Sonst fällt einem noch die Decke auf den Kopf, und keiner will´s gewesen sein.

Mehr dazu auch hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,783086,00.html

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Mo

05

Sep

2011

Steglitz on top

Steglitz in top
Steglitz in top

So langsam wird es spannend in Steglitz. Unser neues Objekt ist zwar ein bisschen in die Tage gekommener Neubau, der aber grundlegend modernisiert wird. Überwiegend sind hier 1-Zimmer-Apartments zu finden, vereinzelt auch 2-Zimmer-Apartments, die mit neuen Bädern und Böden ausgestattet werden. Der Clou aber sind die zwei, nennen wir sie mal "Würfel", die sich auf dem Flachdach befinden. Nicht nur eine fantastische Sicht, eine chillige Dachterrasse...nein....jedes Zimmer hat einen wunderbaren Wintergarten, ist also quasi schon ein 2-Zimmer-Apartment. Einige Mitarbeiter von Mindach-Immobilien haben sich schon direkt in die "Würfel" verliebt und überlegen, ob sie ihren Stadtteil wechseln sollen. Bleiben sie dran, in den nächsten Wochen wird es mehr Infos geben...

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Mi

24

Aug

2011

Berlin-wo alles geht, lassen sich viele Journalisten gehen

...Unter dieser leicht abgewandelten Überschrift ist ein weiteres Kapitel des von der taz bezeichneten "Berlin-Bashing" aufgeschlagen worden. Diesmal wiederum von der FAZ, einer Tagesszeitung aus Frankfurt/ Main, also einer Stadt, die zwar 300.000 Einwohner zählt, dennoch als Pendlerstadt gilt, aus der Menschen nach der Arbeit in den aufgeräumten Taunus vorzugsweise fliehen, wo sie kaum Touristen treffen, schon gar nicht die fast 10 Millionen jährlichen Besucher der Hauptstadt, eine Stadt, die mit dem einzig wahren Touristenviertel Sachsenhausen ein durchaus grunddreckiges Revier besitzt, wo Menschen nicht nur zu WM-Zeiten Schland rufen und gerne mal kotzend in Kinderwagen urinieren, statt sie anzuzünden, und wo die Vielzahl der Pendler abends eine verwaiste Innenstadt hinterlassen, in deren angrenzenden Bezirken die Menschen sich zurückziehen, die ewig gleichen Lokalitäten besuchen und in den Abend starren und darauf warten, endlich Großstadt zu werden, wo sie sich doch schon Mainhattan nennen dürfen, wegen der drei hohen Häuser, worüber sich Touristen aus den USA höflichst grinsend wieder in Richtung Heidelberg aufmachen, um dann zwei Tage später endlich eine deutsche, große, weltoffene Stadt zu sehen, die auch abends und besonders nachts lebt....mit Wandgemälden, Abfall und Pfandgut für die sozial Benachteiligten, deren Frankfurter Äquivalent gerade im Gallus zusammengepfercht leben müssen.

 

Be Berlin heisst eben auch, nicht nur den schönen Schein wahren, sondern leben...mit allen Facetten, auch den schlechten. Es geht den Menschen wie de Leut`, dass sagt ihr doch da unten in Frankfurt/ Main immer.

 

Haltet euch dran!

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Mo

04

Jul

2011

Schöner wohnen im Büro

....so titelt die Wochenend-Ausgabe der Berliner Morgenpost, und die Journalistin denkt, sie hätte da die Hammer-Geschichte aufgetan. Wer geht denn nicht gerne ins Büro, lässt sich dort häuslich nieder, schmückt den Bildschirm mit Überraschungs-Ei-Figuren und pflegt todkranke Yucca-Palmen? So neu ist das nicht in der deutschen Arbeitnehmerlandschaft. Neu hingegen ist, dass man in Berlin demnächst, alte, also stillgelegte Bürohäuser zu hochwertigen Wohnungen umbauen lassen will.

Viele sind aus den 80er Jahren, andere noch aus DDR-Zeiten. Also aus dem letzten Jahrtausend und da kann man schon wieder einen Gedanken an die Denkmalpflege verschwenden. Mittlerweile arbeitet man ja in Lofts oder hochmodernen Büro-Ensembles und die alten Verwaltungsgebäude wurden im Regen stehen gelassen. Eine schöne Idee, zumal man Schrott-Immobilien, wie der Projektentwickler sie alle bezeichnet, hiermit rettet.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass manche ihrer neuen Bewohner morgens nicht vergessen, ins Büro zu gehen.

 

Hier geht es zum vollständigen Artikel

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1684557/Schoener-wohnen-im-Buero.html

 

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So

08

Mai

2011

...und die anderen laufen hinterher....

Geschafft...BIG 25, ein Lauf zwischen Halbmarathon, aber noch weit entfernt von der Königsdisziplin, dem Marathon. Bei heissen 21 Grad am Morgen (!) wurde pünktlich um 10 Uhr gestartet, ausgestattet mit Trinkgurt, den neuesten Remixen der internationalen Electro-Szene und einem gehörig verkanteten Ischias-Nerv. Abflug vom Olympia-Stadion, bei Kilometer 10 durch das Brandenburger Tor gelaufen, an der Gedächtniskirche kurz gewünscht, dass man einen anderen Sport (Billiard, Formel 1 gucken) den Vorzug gegeben hätte. Freunde, Kunden und völlig Fremden freudlos zugelächelt, überlegt, wie weit man es wohl auf nur dem linken Bein schafft, an der Kant-Strasse bemerkt, dass da doch ´ne Steigung drin ist, die sich mit dem Auto ganz anders anfühlt, um schliesslich und endlich und unendlich erleichtert im Qlympia-Stadion einzulaufen. Wir danken den vielen anderen "Na klar, ich komme an die Strecke" Freunden für deren Entscheidung, bei diesem Wetter lieber auf der Sonnenwiese zu liegen oder träge die Hängematte zu bewegen. Es war sicherlich die richtige. Aber auch wir haben uns richtig verhalten. Berlin erlebt und, mal wieder, Berlin belebt! 

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Mi

06

Apr

2011

Eigenbedarf hat auch mit eigener Einstellung zu tun

Im August läuft die Regel aus, nach der Wohnungskäufer Mieter erst nach sieben Jahren verdrängen dürfen.

 

Man kommt in eine Stadt. In seine Stadt. Man entdeckt Ecken und Kanten, Flecken und Tanten. Und man sagt: Hier will ich bleiben, hier kauf´ich mir was eigenes. Schöner kann man sich nicht einfinden. Aus einer Vielzahl von Wohnungen sucht man sich die Perle, besiegt die Bürokratie und dann? Sitzt da noch das böse Wesen ALTMIETER. Laut dem Gesetz zum Thema Eigenbedarf, darf der neue Besitzer erst nach sieben Jahren seine Wohnung sein Eigentum nennen. Dann muss der Alte raus, und der Neue darf rein.

 

Hat was vom Akkuwechsel, ist aber gravierender, wenn es um die Immobilie geht. Da gibt es Streitfälle und jahrelange Auseinandersetzungen, obwohl Einsicht auf beiden Seiten das Projekt gut vorantreiben könnte.

 

Hier in Berlin sind Wohnungen noch keine Mangelware, weder als Eigentum, noch als Mietobjekt. Vielleicht kann man Hand in Hand arbeiten, Vorstellungen austauschen, Pläne schmieden. Vermitteln tun wir von Mindach-immobilien sowieso gern und ganzheitlich, aber eine gesetzliche Regelung mit langem juristischen Wegen…da sollte man sich eigentlich zu schade für sein. Wir helfen, wo wir können, ehrlich!


Draussen wartet schließlich Berlin….

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Di

05

Apr

2011

Genusshauptstadt Berlin-Bleiben wir mal bei den Tatsachen

 

Kürzlich meldete das Manager-Magazin eine erfreuliche Vielfalt kulinarischer Möglichkeiten. Der Link dazu kommt später, lesen Sie erst einmal hier.  Das hilft Ihnen sicherlich weiter.

 

Berlin ist arm, aber sexy und vor allen Dingen köstlich. Es gibt Restaurants mit Preisen, die einem die Tränen der Freude in die Augen schießen lassen. Pizza aus dem Holzkohleofen für knapp 3 Euro, ein halbes Hähnchen für knapp ebenso viel, eine Currywurst mit einer 1 im vorderen Teil des Preises. Das sind die Fakten! Und die Standards, mit denen die Bevölkerung tagtäglich Genuss konsumiert. In Berlin steht man auf, überlegt, was man heute alles so mitnehmen muss, weil die Stadt einfach zu groß ist, um mal eben nach Hause zu fahren, um dann wieder erfrischt loszuziehen. Und...man plant auch die Befriedigung niederer Instinkte.

Wir vermuten, ein Großteil der Bevölkerung weiß morgens schon, dass heute eine Currywurst bei Konnopke im Prenzlauer Berg aber sowas von fällig ist. Oder legt Termine so, dass man bei Mustafas am Mehringdamm wie zufällig am Mittag vorbeikommt, um den besten Chickendöner zu genießen. Genuss, da wird nicht lang palavert, ist, wenn es auf dem Weg liegt.

 

Ja gut, kommt hoher Besuch (Eltern, Freunde, die es zu beeindrucken gilt, Tantchen) dann schaut man schon mal, was man so zu bieten hat. Und sicher, da bietet Berlin ja auch einiges. Wäre aber auch schlimm, wenn alle Nationen hier nicht auch kulinarisch vertreten sind.

Aber ein „Heute wollen wir mal Spanferkel mit handgedengeltem Käse aus der Auvergne essen“....das ist zeitlich gar nicht machbar, die Wege zu lang, der Hunger zu groß.

 

Einigen wir uns auf Berlin-Hauptstadt mit Genuss. Klingt etwas hölzern, aber es geht ums satt werden und wer einmal eine Currywurst bei Konnopke nahe einer gefühlten 6-spurigen Autobahn im Prenzlauer Berg gegessen hat, der ahnt wovon hier geschrieben wird. Dabei geht es nicht nur um die Wurst, sondern auch die Gesellschaft, in der man sich befindet.

 

Die ist dort auch köstlich! Ein Genuss sozusagen...

 

Hier aber doch der Link, falls Besuch ansteht:

 

http://www.manager-magazin.de/lifestyle/genuss/0,2828,752528,00.html

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Mo

07

Mär

2011

Der böse, böse Single

Seit zehn Jahren steigt der Mietpreis in Berlin kontinuierlich; und wer ist schuld?

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Mo

22

Jul

2013

Finde den Fehler...

Vielleicht der kürzeste Blogeintrag aller Zeiten...

 

Aufgabe: Finde den Fehler...

 

Schreiben Sie uns in die Kommentare Ihre Antwort und Sie können überraschenderweise nichts gewinnen.

 

Viel Spass bei 32 Grad wünscht das Team von Mindach-Immobilien

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Do

18

Jul

2013

Bewertungsportale | das SM des kleinen Mannes

Das Hotel zu laut, das Meer zu blau, das Telefon kann gar nicht Dolby Surround, die Hausverwaltung nie erreichbar?

 

Macht nix, man kann es ja digtal bewerten. Man geht in ein Portal, meldet sich mit einem Phantasienamen an und haut erst einmal raus, was das Zeug hält. Noch bevor man den möglichen Konflikt im realen Leben versucht zu lösen, lässt man sich erst einmal im Netz aus. Gerade bei den Bewertungen zu Haus- verwaltungen oder Immobilienfonds ist man besonders fleissig in seinen Negativbewertungen. Der Wasserhahn tropft seit Tagen, die Bauarbeiter schreien auf dem Gerüst, Vorsicht, diese oder jene Hausverwaltung ist rassistisch, nie erreichbar, kümmert sich null.

Vielen fällt folgendes gar nicht auf: Nie meldet sich jemand mit Klarnamen an. Das zeigt schon mal, dass man bei der Verteilung von Geradlinigkeit und Mut damals leer ausgegangen ist. Dann …. gibt es fast durchweg schlechte Bewertungen. Kann man nicht auch mal sagen: "Toll bei denen zu wohnen, kümmern sich, sind zwar schwer erreichbar, aber im Notfall sofort zur Stelle!" Mit negativen Bewertungen will man sich Luft machen, einfach mal Dampf ablassen, um sich nachher besser zu fühlen.

Ins falsche Licht aber rücken viele dann eine ganze Firma und es ist schwer, dieses Image wieder loszuwerden. Vielleicht hilft ja den vielen Schnuffelhasen69, BreiwurstBerlin oder dermitdemHut - Menschen, die anonym in Portalen rumschwirren, wenn sie alle einfach mal rausgehen, ein wenig frische Luft schnappen und danach die Rechte und Pflichten eines Mieters im Mietvertrag sich zu Gemüte führen.

Wenn dann Fragen aufkommen, schreiben Sie bitte eine E-Mail, dokumentieren Sie vielleicht alles noch mit Bildern und dann setzen Sie sich mit der Hausverwaltung in Verbindung.

 

Das hilft mehr, als seine wahre, oft leider auch mangelnde und quengelnde Persönlichkeit in den Bewertungsportalen zu offenbaren.

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Mo

01

Jul

2013

Modern heisst nicht gleich besser

Nur mal eben so… | mindach-immobilien macht sich Gedanken

 

Am 03. Mai 2013 haben wir uns "architektonische Gedanken" über die Zukunft von Berlin gemacht. Nun kam die Kolumne von Georg Diez auf S.P.O.N. heraus. Wir hatten eine Menge Reaktionen auf unseren Text, der gerne und wahrheitsgetreu den städtebaulichen Ist-Zustand in Berlin bewertete. Dem Herrn Diez seine Kolumne wurde bei Twitter 75 Mal (!) weiterempfohlen. Wir wurden mit Bemerkungen wie "Ihr seid doch Makler, wie könnt ihr sowas über Berlin schreiben" abfällig beurteilt. 

 

 

Sagen wir es mal so: Liebt man jemanden, dann immer mit all´ seinen Fehlern. Das ist bei Städten nicht anders als im zwischenmenschlichem Bereich. Drumrum reden, es allen schön machen wollen - das führt zu nix. Daher haben wir Anfang Mai schon über diese architektonische Durchschnittsleistung vieler Architekten berichtet und jede einzelne Anfrage und subjektive Bewertung objektiv beantwortet. 

 

Das Herr Diez seine Kolumne mit dem Titel "Deutschland baut Mittelmass" manifestieren darf….starke Vorlage! Aber er macht es richtig, etwas fundierter erklärt er deshalb auch die städtebaulichen Entwicklungen, gerade auch in Berlin.

 

Lesen Sie hier seinen Gegenwartsreport. So ganz falsch lagen wir nicht… städtebaulich hat die Emotionalität, das fehlende Miteinander von neu und alt und die Uniformität der neuen Projekte unsere Liebe zu Berlin zwar nicht erschüttert. 

 

Aber….

 

Aber….

 

Aber man muss ja auch nicht alles mitmachen….

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Mo

03

Jun

2013

Krawall in Friedrichshain

Nicht der einzige seiner Art....
Nicht der einzige seiner Art....

Soll mal einer sagen, das ultralinke Friedrichshain hätte sich verändert, wäre ruhiger und gelassener geworden. Mitnichten!

 

Gleich hinter dem Ringcenter beginnt die Pettenkofer Strasse. Geht man diese hoch, so kommt rechterhand, kurz vor dem ersten Atemkollaps eine Baustelle. Hier wird gebaut, Eigentumswohnungen versteht sich. Setzt man seinen Weg fort, ahnt man, wiederum rechts gelegen, Schlimmes. Eine Baulücke, gerade noch so idyllisch bewachsen. Aber sie schreit schon nach Bebauung. Kurz dahinter, man glaubt es kaum, werden in einem weiteren Grundstück die ersten Stützpfeiler reingerammt. Die Fenster in unseren Büroräumen wackeln zumeist im Takt der Baustelle. Auf gut der Hälfte der Pettenkofer Strasse sieht man, diesmal linkerhand, eine weiträumige Baugrube. Das Fundament gegossen, der Kran hat ein großen Bruder dazu bekommen. Schaut man ein wenig in die Dolziger Strasse hinein, erkennt man, dass hinten links zwei Bauprojekte auch fleissig am werkeln sind, während die Ecke vorne mittlerweile nicht mehr Ecke heisst, sondern Bogen. Das macht sich auch gut im Verkaufsexposé.

 

Gegen die vielen Baustellen ist natürlich nichts zu sagen. Auch nicht dagegen, dass eine Baustelle peinlichst sauber arbeitet, während an der anderen einem schon mal im Vorbeigehen die rausgeförderte Erde um die Ohren fliegen kann. Wir fragen uns nur: 4 Baustellen? Parallel ?!? In einem kleinen Wohnabschnitt?!?

 

Berlin ist eine Grossstadt und gebaut wird hier eigentlich immer. Aber das Thema Abstimmung scheint wohl noch nicht so auf der Berliner Agenda zu stehen. In einem Stadtteil, auf so engem Raum….da ist es nicht verwunderlich, wenn die Baustellen-Nachbarn langsam aber sicher rebellieren, es zu längeren Staus auf den engen Wohnstrassen kommt und beim Bäcker die Bocki mit Brot das zentrale Angebot ausmacht. Sitzt da nicht irgendwo irgendwer in der Senatsverwaltung, der mal sagt "Freunde, das is´n bisschen zuviel des Guten. Einer muss später anfangen zu bauen"?! Letztlich soll alles wirtschaftlich sein. Und das ist auch berechtigt. Aber es muss auch bewohnbar bleiben. Irgendwie zumindest.

 

Eine Grossbaustelle in Berlin reicht erst einmal, wenn Sie wissen, was wir meinen….

 

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Di

21

Mai

2013

Das Ding mit dem Dings....

Jaaha liebe Balkonier, es heisst tatsächlich Gentrifikation und ist ein Begriff aus der Stadtsoziologie und, wer hätte das vermutet, in diesem Begriff steckt das englische gentryalso der niedere Adel.

Die gesamte Diskussion um städtebauliche und soziologische Veränderung ist mittlerweile von Hamburg bis München ein Tagesthema, wird politisch be- und ausgenutzt und wer was auf sich hält, der ist erst einmal dagegen.

Aber wenn man sich dem Thema mal aus einer anderen Richtung nähert, dann erkennt man auch, dass es eine Tendenz zur Veränderung gibt. Und die hat ihren Ursprung in der gesellschaftlichen Entwicklung.

Vielleicht wachsen jetzt Generationen heran, die wieder das Prestigedenken in den Vordergrund ihrer Lebensentwürfen stellen, die nicht alternativ und gebased leben möchten, sondern ausschweifend und teuer. Vielleicht wiederholen sich gerade die 90er Jahre des letzten Jahrtausennds, als es darauf ankam, Markenbekleidung möglichst schweissfrei durch die Disconacht zu bringen, damit der Eindruck stimmt.

Gentrifikation, oder stotterfrei gesagt Stadtentwicklung ist natürlich auch eine gesellschaftspolitische Entscheidung. Es sind daher nicht immer die bösen Makler schuld an den hohen Mieten, auch nicht die gierigen Eigentümer oder Investmentgruppen. Es geht auch um die eigene Einstellung: Wie möchte ich wo leben und…nicht zu vergessen….komme ich als Gast in eine neue Stadt, die ich respektvoll behandeln will oder als Eroberer? Für Gäste ist immer ein Platz da...

 

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Di

07

Mai

2013

"Und was sagen Sie jetzt dazu!?"

"Ich überlege. Mein Bauch entscheidet!" 

(Max Grundig, deutscher Industrieller)

 

So sieht es aus, wenn der Mensch ein Urteil fällen muss. Die Fakten sind da, das Gefühl aber entscheidet. Wir allerdings sind in der Lage, unsere Fakten mit viel Gefühl und Informationen bewerten zu lassen. Innerhalb kürzester Zeit haben unsere Kunden, die automatisch generierte E-Mail zur Qualitätsbefragung von immobilienscout24 beantwortet und wir wussten es schon lange:

 

Wir sind….

 

Sehr gut!

 

Und nicht weit entfernt von…

 

Exzellent!

 

Vielen Dank den Kunden, die mit uns auf Augenhöhe verhandeln, denen wir ein neues Zuhause verschafft haben und denen wir auch mal gesagt haben: "Ich glaube, hier werden Sie nicht glücklich. Suchen wir lieber noch gemeinsam weiter!" 

 

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Fr

03

Mai

2013

"Das haben wir doch schon immer so gemacht!"

"Städte verändern sich. Das ist ihr Wesen. Würden Städte sich nicht verändern, hießen sie München." (Zitat via katjaberlin.de)

 

So beginnt einer der Texte von Katja Dittrich, eine ausgesprochen ausgewogen und unterhaltsam schreibende Bloggerin. Ein Artikel zur Gentrifizierung also, mal nicht in der üblichen schwarz/ schwarz Malerei anderer, anbiedernder Medien, sondern schon mit dem Eingangssatz eine Richtung weisend. Veränderung bedeutet Fortschritt. Punkt. Dass man hinten runterfällt, andere im Gegenzug gewinnen…es ist so, der ewige Kampf der Menschen. Was aber in Berlin absolut unverständlich ist und wohl leider auch lange bleiben wird….man kann, egal woher man kommt, was für eine Architekturleistung man bis dato vollbracht, welche Ideen zur Kiez-Entwicklung bereits verwirklicht wurden bis heute definitiv eines nicht: Eine Seele bauen!

Berlin hat in jedem Stadtbezirk eine Seele, eine gewisse Ausdünstung, eine Eigenheit.

Dieses Spezielle sollte man nicht wegmörteln, sondern man sollte sich zusammensetzen, mit Investoren, mit Planern, mit Architekten und dann sagen, so bringt es monetären Gewinn, aber wenn wir es so planen, dann bringt es einen Gewinn für alle.

 

Nein, kann man anscheinend nicht. Es ist zum Verrücktwerden!

 

Der Begriff "Luxusloft" steht ja mittlerweile als Synonym für "Moment, ich muss mich mal eben übergeben, aber es geht gleich wieder" im Raum.

Gespachtelte Wände, Fussbodenheizung, hochwertige Badamaturen…schön und gut, aber das Leben, das spielt sich immer noch draussen ab. Da ist nix glattgezogen und gerade in Berlin auch nicht immer hochwertig und kalte Füsse kriegt man manchmal auch. 

 

Wenn es architektonisch so weiter geht, wenn niemand mal daran denkt, dass man nicht nur ein Haus baut, sondern nachhaltig ein Strassenbild prägt, dann wird es bald soweit sein…dann verändert sich die Stadt und wird doch München heissen. 

 

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Di

30

Apr

2013

Ausgehen in Berlin

Berlin lebt nicht nur von seinen kreativen Ideen, sondern ganz klar mit ihnen. Wer hat den ersten Luftgitarrenwettbewerb veranstaltet? Wo sagen Busfahrer bei drohender Überfüllung "Meine Damen und Herren, zu Ihrer Information: Auch das Oberdeck fährt in die gleiche Richtung!" Wie kann man im Amt bleiben, wenn man Millionen versemmelt. Ja...das ist kreativ und damit haben sich viele Berlin-Bewohner arrangiert. Auch mit den ausgefallenen Bar | Club | Szene | Namen. Hiessen früher die Clubs noch Diskotheken und trugen so Namen wie "energy", nannten sich Kneipen früher "Bistros" und firmierten unter so romantischen Plattheiten wie "C´est la vie", geht es heute und besonders in Berlin ganz anders und direkter zu. Die Namen für Lokalitäten werden ausgefallener, kreativer, manchmal auch unsinniger. Folgende kleine Geschichte als Beispiel; die Anführungsstriche bedeuten, dass genau zwischen ihnen der Name eines Clubs oder einer Bar steht: Los geht´s:

 

Ein "Mädchen ohne Abitur" traf sich mit ihren Girls in der "Fiesen Remise". Eine Freundin war die "Muschi Obermair", die andere "Die wilde Renate". Mann, da war immer was los, wenn die drei so zusammen abfeierten. "Süss war gestern" riefen sie und zogen richtig vom Leder, fragten die Typen unverhohlen "Zu mir oder zu dir" und gingen dann doch ohne männliche Begleitung in den "Club der üblen Nachrede". Aber als die "Gretchen" mit ihrem "Ritter Butzke" auftauchte, da war schnell "Schluss mit lustig"

 

Viel Spass beim entdecken...

 

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Fr

18

Jan

2013

Berlin hat nun wieder eine Mauer | Flughafen BER und die Stadt

Hinreichend, wenn nicht übermässig, wurden die Probleme mit dem Flughafenbau erörtert. Jeder ist anscheinend Experte, hat es kommen sehen, glaubt einfach nicht mehr dran. Was viele nicht bedenken: Berlin schiesst sich ins Aus und mauert sich ein, unbewusst oder bewusst. Eine Hauptstadt mit einem Wald- und Wiesen-Flughafen und einem innerstädtischem Airport, dessen Grenzen längst überschritten sind. Das bietet Berlin gerade seinen Gästen, dass ist, aus infrastrukturellen Gesichtspunkten der Status quo. Wo doch die Touristenzahlen ebenso wie der Neubau von Hotels boomen. Nicht zu vergessen: Eine weltweit bekannte Staatsoper, deren Neueröffnung auch ungewiss ist und dazu gesellt sich noch der Neubau des Stadtschlosses, das keiner will und das keiner bisher wirklich vermisst hat.

Berlin baut um sich eine neue Mauer.

Innerhalb dieser herrscht monotones Abnicken für die nächste Verschiebung der Flughafen-Eröffnung; ausserhalb lacht sich Deutschland kaputt. DIE Metropole, DER kreative Ort in Deutschland will Berlin sein. Da muss aber eine Stadt mit Geschichte erreichbar sein, will sie und ihr Potential überleben. Die Mauer, diese traurige Geschichte von Grenze und Abgrenzung, wird gerade wieder hochgezogen. Und das zuerst in den Köpfen der anderen. Und wie lange sowas dauert, bis dass dann wieder verschwindet, zeigt uns unsere eigene Geschichte jeden Tag. Immer noch….

 

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Mi

19

Dez

2012

Irgendwo auf einer Berliner Baustelle...

Am Tisch des Bauleiters. Ein grauer Morgen irgendwann in der Woche.

 

Gemütlich wartet man in einem zugigen Container. Ab und an geht die Tür auf, ein Bauarbeiter sagt "Tach" und kramt in Papierrollen herum, ein anderer murmelt "Moin" und geht auch wieder raus. Man schaut sich um. Hier wird noch deutscher Filterkaffee getrunken, es riecht nach Mettbrötchen und lange getragene Baustellenstiefel. Eigentlich will man nur wissen, wer der Bauherr ist, damit man aktiv in die Vermakelung mit einsteigen kann…könnte…eventuell….möglicherweise….aber der Bauleiter ist mit dem Architekten zugange und das Fundament wurde gerade gegossen. Da will man nicht stören. Und so hat man Zeit, ein bisschen neugierig zu sein. Und entdeckt eine wunderbar einfache Zeichnung, die schon viel wahres hat. Nicht nur, dass es perfekt den Alltag von allen Baubeteiligten beschreibt, nein: In diesem Bild hinter dem Tisch des Bauleiters findet sich die Kurzfassung eines Alptraums, den wohl schon jeder Mensch, der ein Haus bauen und einen Baum pflanzen wollte, durchlebt hat.

Wenn Sie also jetzt, so kurz vor Weihnachten, wo alles gemütlich werden muss, an ein gemeinsames Heim, Glück allein denken, denken Sie auch an die Hürden der Bürokratie, die sich Ihren Träumen eventuell in den Weg stellen.

 

Dazu empfehlen wir das sensationelle Buch von Julia Karnick mit dem perfekten Titel

"Ich glaube, der Fliesenleger ist tot". Sie beschreibt, wie aus dem Traumhaus nach und nach ein Alptraumhaus wurde, das sich dann doch wieder in ein, nun sagen wir, anderes Traumhaus entwickelt hat.

 

Das perfekte Last-Minute-Geschenk....

 

Schönes Fest wünscht Mindach-Immobilien!

 

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Mo

10

Dez

2012

Der kleine Hausmeister | Winter in Berlin

5:45 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster genügt. Schnee, und das nicht zu knapp.

Mütze, Schal, Handschuhe. Ab geht's!

Schon an der Haustür die ersten Vorwürfe. "Na sie kommen aber spät, das schneit doch schon die ganze Nacht!" Weiter, nur nicht stehenbleiben, sonst ist die Versuchung zu groß, einfach wieder umzudrehen. Verdutzte Augen schauen ihm nach. Die Kehrmaschine braucht von null auf 100 nicht mal 10 Sekunden, der kleine Hausmeister ist da erst auf halbe Kraft voraus. Abfahrt!

 

Den Bürgersteig rauf, den Bürgersteig runter. Vorbei an Menschen hinterm Steuer, die emotionslos und mit starrem Blick darauf warten, dass sie mit durchgetretenem Gaspedal irgendwann aus der Parklücke rauskommen. Vorbei an Hunden, die die Kehrbürste nicht zuordnen können. Hinter Menschen beinahe auf der Stelle kehrend, weil die im Schneckentempo zur Mülltonne gehen und mittig den Bürgersteig belegen. Nach gut zwei Stunden ist der Häuserblock umkehrt, die Garagenzufahrten geräumt, der Hauseingang freigelegt. Doch es hört nicht auf zu schneien.

 

Und so weiss der kleine Hausmeister nicht, wo er angefangen hat. Bis er auf den Nachbarn von heute morgen trifft. "Haben Sie hier schon gekehrt? Also für mich sieht das nicht danach aus."

Da wusste der Facility Manager, obwohl er noch nicht die Wetteraussichten gehört hatte, dass das ein harter Winter wird.

 

Für alle!

 

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Fr

30

Nov

2012

Halt durch Berlin....

Yeah, Herbst/ Winter, grau in grau - das ist unser Leben gerade. November in Berlin bedeutet schlecht gelaunte Gleisabschnitte auf dem S-Bahn-Ring, metertiefe Pfützen, weil die Strassenbauarbeiten ja bei unter 5 Grad unverzüglich eingestellt werden müssen und Menschen, die zwischen Verzweiflung …."Noch drei Wochen bis Weihnachten" …und Verzweiflung …"Und ich habe immer noch keine Geschenke" … hin- und hergerissen sind und so durch das kaltnasse Berlin hetzen. Man kriegt es schon irgendwie hin, schliesslich hat man es jedes Jahr hinbekommen. Aber gerade am Ende des Jahres, wenn die eigene Akkuanzeige ganz gerne mal auf rot umschwenkt, wenn nichts mehr geht, dann kommt man an so einem Stromkasten vorbei und hat sofort den alten Bon Jovi Klassiker im Ohr. Eine schöne neue Art der Durchhalteparolen hat sich in Berlin durchgesetzt. Mal ist es "It´s my life", mal der Queen-Klassiker "We will rock you". Ganz einfach so hängen Berliner ihre Songs in der Strasse auf.  In England findet übrigens aktuell ein Plakat reissenden Absatz: "Keep calm and carry on" steht da geschrieben. Ein Propagandaposter von 1939, das die Moral der britischen Bevölkerung in Kriegszeiten aufrecht erhalten sollte. Beruhig dich und mach einfach weiter, reg dich nicht auf, die Welt dreht sich sowieso, wird schon alles gut gehen. Heisst hier dann für Berlin: Egal, irgendeine S-Bahn wird schon einfahren, Mensch komm runter, es gibt noch verkaufsoffene Sonntage und denk dran, wennste den Winter in Berlin schaffst, dann schaffst du es überall. Diese Plakate, diese Eigeninitiative der Berliner ist besonders charmant, weil so völlig selbstlos. Wir halten da weiterhin die Augen offen! Hauptsache, und das ist unsere große Angst, hängt niemand den Song in die Strassen, der mittlerweile einige Genrationen in die Verzweiflung getrieben hat. "Life is life" von OPUS. Diesen Ohrwurm will man nicht haben….

 

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Mi

05

Sep

2012

Jetzt reden wir mal Tacheles...

Berlin...wenn man heute über eine Stadt spricht, die "arm aber sexy" ist, so hiess das früher "frei, wild und unentschlossen".

Wir wollen jetzt nicht schwadronieren über die kreative oder weltoffene Hauptstadt, ein Kanon, in den jeder gerne leicht und zielsicher mit einstimmt. Wir wollen nur ein bisschen zurückblicken und mal beide Moti gegenüberstellen.

Frei bedeutet in Berlin immer noch, frei leben, atmen, arbeiten. Viele, die "ihr eigenes Ding machen", finden in Berlin (noch) genügend Raum, um kreativ den eigenen Vorstellungen nachzugehen. Wild - also da ist Berlin wirklich nicht zu bändigen; braucht man nicht weiter drauf eingehen.

Aber unentschlossen - ein schöner Begriff, um die Atmosphäre einer Stadt zu beschreiben. Irgendwie weiss man immer, wo es hingehen soll, aber dann kommt alles ganz anders. Und schon muss man sich neu orientieren. Plan B ist also immer, dass Plan A funktioniert. Und wenn nicht, wird Plan A neu ausgeschrieben. Gerade diese Unentschlossenheit, die wirkliche Fähigkeit, künstlerische Allroundness zu beweisen macht Berlin einzigartig.

Und greift natürlich tiefer als "arm aber sexy" ein selten dämlicher und despektierlicher Spruch, der natürlich nur von Menschen stammen kann, deren Zukunft auf das Perfekteste abgesichert ist.

Und er wirkt wie ein Hohn auf die vielen Künstler, die das berühmte Tacheles in der Oranienburger Strasse endgültig räumen mussten. Hier gab es noch die Unentschlossenheit in der Kunst. Das war manchmal schon schwierig, wenn zum Beispiel eine komplett blaue Leinwand den Titel "Tod-Doppelpunkt-Geweih" trug. Aber hier war man frei in der Kunst, brauchte keine perfekt ausgestrahlte "Location" und keine aufdringlich werdenden Kulturagenten. Hier war man KünstlerIn und mehr nicht.

Das Tacheles, dieser geschichtsträchtige Ort in Berlin...wir verzichten an dieser Stelle auf einen Kurzabriss der Geschichte, weil is´ ja eh zu spät....wird abgerissen. Es entstehen "moderne Wohn- und Geschäftskomplexe" , die vermutlich arm und gar nicht sexy wirken und es verschwindet Geschichte im Sog der modernen Architektur. Parallelen tun sich auf zum Potsdamer Platz, der in den 20er Jahren des letzten Jahrtausends der Hot Spot schlechthin war und heute leider nur noch einen orgiastischen Höhepunkt erlebt, wenn die Berlinale residiert.

 

Arm und irgendwie nicht sexy, oder?

 

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Mi

08

Aug

2012

Aufgepasst, Freund Blase | Immobilienkrise in Berlin?

Etwas alarmiert waren wir davon, was in den letzten Tagen in den Medien so kommuniziert wurde. Wir meinen nicht die Marslandung von "Curiosity" und auch nicht die neue Badekollektion von Daniela Katzenberger. Das ist alles vernachlässigbar. Zumindest in unseren Augen....

 

Vielmehr fühlen wir uns leider bestätigt. Bestätigt in der Tatsache, dass die Entwicklung der Immobilienpreise deutschlandweit kritisch betrachtet wird. Das diskutieren wir fast wöchentlich.

 

Eine eigene Immobilie bedeutet immer ein gute, solide "Betonaktie". Aber worauf fußt das alles? Sicher, die Immobilienkrise von 2008, ausgelöst in den USA und schliesslich dann auch angekommen in Europa wird es erst einmal nicht geben. Zu unterschiedlich sind die Finanzierungsfundamente. "In Deutschland werden, im Gegensatz zu den USA die Immobilien nicht ausschliesslich durch Kredite finanziert" hörten wir im Deutschlandradio während einer sehr hitzigen Diskussion. Und doch....vermehrtes Eigenkapital schön und gut, aber auch hier sind irgendwann Kreditraten fällig. 

 

Kann es sein, dass wir vor einer Mini-Krise stehen? Sollten man ernsthaft nochmals drüber nachdenken, ob Luxusobjekte im Glockenbachviertel in München wirklich schon 10.000 € pro qm wert sind? Und wie sieht es in Berlin aus? Preissteigerungen bis zu 32% über die letzten Jahre hinweg und der Platz wird knapp....schon stehen Randbezirke hoch im Kurs.

 

Wir malen nicht den Teufel an die Wand, u.a. auch, weil wir gegen Graffiti sind, aber wenn nicht jetzt, wann dann sollte überlegt werden, ob diese oder jene Kapitalanlage wirklich ihren Wert gerecht wird. Besonders im Hinblick auf die Zukunft. Und vielleicht dienen solche Untersuchungen und vorsichtigen Prognosen auch dazu, mal zu überlegen, was man mitmacht und wo man sich nicht von der Preisschraube mit reinziehen lässt. 

 

Kapital, Gewinn, Ertrag, Rendite...gut und schön!

Zukunft? Die sollte dabei auch nicht vergessen werden.

 

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Mi

01

Aug

2012

Der Beat von Berlin | Berlin-Mitte lahmt

Damen und Herren, dürfen wir vorstellen: Die Tempodrossel. Dieses posierliche Ding steht seit einiger Zeit in Berlin-Mitte und lässt sich gerne da nieder, wo Berlin-Gäste Ihr neues Zuhause gekauft haben. Ja mehr noch: Sie wurde importiert. Die Tempodrossel ist dabei angenehm in der Haltung. Einfach hinstellen und Feierabend, weil...nix geht mehr! #

 

Damen und Herren, nur zur Erinnerung: Wir sind hier in Berlin. Die Stadt hat ihren eigenen Flow, einen schön smoothen Rhythmus und lässt sich so schnell nicht aus dem Takt bringen. Wer also, als Neu-Berliner und damit ewiger Gast versucht, sein Ding durchziehen zu müssen, wer hier in das Tempo von einer der geilsten Städte der Welt eingreifen will, nur weil er oder sie nur langsames Leben kennt....Freunde, das wird nicht funktionieren!

Da müsst ihr den Dancefloor wechseln. 

 

Tempo-10 Zonen tragen nicht dazu bei, dass es auf Berliner Strassen sicherer wird. Es steigert eher die Aggressivität der Autofahrer, vergrößert das Stauvolumen und mal ehrlich....welches Auto, welcher Roller oder welches Fahrrad kann schon 10km/h fahren, ohne komatös wegzukippen?!

 

Den Beat von Berlin kann man nicht begrenzen, den kann man nur mitgehen. Einige Bürgerinitiativen haben sich bereits gegründet, um mehr Tempo-10 Zonen in allen Stadtteilen einzurichten. Bleibt die Frage...gibt es da nicht wichtigeres?

 

Hört also mal genau hin, auf den Takt der Stadt...

 

d-_-b

 

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Do

26

Jul

2012

Charmant-die Geschichte einer kleinen Berliner Baustelle

Nachdem die Bewohner des Hauses es leid waren, die Altpapiertonne per Schiff zu  erreichen, sagten sie dem Hauswart Bescheid. "Es hat viel geregnet, das Grundwasser kann nicht so schnell abfliessen", wurde lapidar diagnostiziert. Auf den Hinweis der Bewohner, dass es aber drumherum fast wüstenähnliche Zustände gäbe, wurde erst einmal nicht reagiert. Dann aber doch...und die Odyssee begann. Der nasse Bereich wurde trockengelegt und diese Renovierungsarbeiten hielten genau 18 Minuten. Magisch vergrößerte sich die Pfütze und nach Studium diverser Pläne kam man übereinstimmend zu der Ansicht: Hier stimmt was nicht und da muss ein Leck in dem öffentlichen Zuleitungsrohr vorliegen. Zuerst wurde unter der Altpapiertonne alles aufgerissen. Dann wieder zugeschüttet. Es wurde wiederum nass. Dann kam ein Herr vom Berliner Strassenbauamt. Da es aber schon 16:13 Uhr war, kam er am nächsten Morgen wieder. Da dann aber pünktlich um 7 Uhr und er schrie erst einmal die gesamte Strasse zusammen, weil er zufällig zwei andere Kollegen getroffen hatte. Die Bewohner der Häuser drumherum waren jetzt erst einmal genauestens darüber informiert, wo man an der Spree am besten angeln kann. Mittlerweile war es 7.23 Uhr. Man machte sich an die Arbeit. Ein Loch wurde in die Strasse geschlagen. Ein Bauarbeiter mit Arbeitserlaubnis wurde in seinem kleinen Loch von 4 Männern umstellt. Einer davon trug schwarze Socken in cremefarbenen Sandalen. Das war dann wohl unser Herr vom Strassenbauamt. Er sagte: "Da ham wa´s doch!" Er notierte etwas auf seinem Klemmbrett und verschwand. Aufgeregt sprangen kleine Kinder um die Baustelle herum, während der oben erwähnte Bauarbeiter rumächzte und das Loch abdichtete. Sein Kollege stand auf der Strasse, rauchte, schaute den Frauen hinterher und trank Eis-Tee. Es wurde 16 Uhr und das brachte eine überraschende Wende in die Grabungen, nämlich Feierabend! Der nächste Tag: Diesmal kam eine andere Firma, begutachtete das Loch, trank heute mal Orangenlimonade und gemeinsam wartete man auf den Feierabend. Der übernächste Tag: Man wartete auf den Folgetag. Und an dem kamen drei Bauarbeiter, einer hieß Ronny, klassisch also, und der Ronny rief einen anderen Kollegen an und setzte sich erst einmal zu seinen Freunden. Eistee, Kippe, bei der Hitze Oberkörper frei und warten.  Dann kam der Freund, er brachte Sand. der wurde rein gekippt in das Loch. Man fegte noch ein bisschen und da war es auch schon wieder 16 Uhr. Am nächsten Tag kam jemand vorbei, schaute in das Loch, schüttelte den Kopf und fuhr wieder weg. Schliesslich wurde der Sand aus dem Loch wieder ausgebuddelt. Zwei Tage später wurde erneut Sand abgeladen, rein geschaufelt und mit Teergranulat bedeckt.

Und so steht sie da, unsere kleine, charmante Baustelle, schwitzt in der Sonne und ist plötzlich ein Symbol für Berliner Baustellenkoordination geworden. Ein Loch-mehrere Firmen. Ein Mission-mehrere Teams. Vielleicht muss das so sein, vielleicht sind Absprachen auf Berliner Baustellen im gesamten Stadtgebiet wirklich schwierig. Aber, liebes Strassenbauamt, streng dich halt mal an. Wir müssen auch jeden Tag mit dem Auto an Baustellen vorbei, die mal einsam, dann mal wieder belebt sind und keiner weiss, warum. Wir reden weder von Flughafen, Hauptbahnhof oder die unsägliche Baustelle Unter den Linden. Und hebt euch Fahrbahnverengung und Tempo 30 Schilder für die wirklich wichtigen Dinge auf, dafür, wo wirklich gebaut wird. 

 

Update: Es wird wieder nass unter der Altpapiertonne.

 

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Mi

11

Jul

2012

Kiezgedanken | Neubauten in Berlin

Zum Mauerfall sagte Willy Brandt: "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!" Ost und West, zwei deutsche Staaten, Viertel nach neun und Viertel neun. Bisher klappt das ja ganz okay. Vorbehalte gibt es auf beiden Seiten und das ist auch gut so. Ständiges reiben erzeugt bekanntlich Energie.

Woran wir uns allerdings Tag für Tag mehr und mehr stören ist die Art, wie vermessen viele Architekten das Berliner Stadtbild entstellen. Sobald eine Baulücke unter Dach und Fach ist, die Projekte vergeben, die Architektur bestimmt, ahnen wir schon, wohin die Reise geht. Quadratisch, praktisch, reingesteigerte bodentiefe Fenster, Fussbodenheizung, gespachtelte Wände...nur leider nicht gut.

 

Okay, kritisieren geht immer leicht von der Hand, aber sind diese Architekten mal durch die Stadt gegangen, haben mal die Fassaden im Kiez ästhetisch wirken lassen? Ist ein Architekt vom Reissbrett aufgestanden und hat sich mal die Strasse angeguckt, wo das neue Quadrat stehen soll?

Und war es nicht früher so, dass manche Fassade gar nicht so und so gebaut werden durfte, weil sie nicht "mit der Umgebung harmonierte?" Vielleicht hat sich tatsächlich die Architektur geändert, vielleicht ist das alles, was bisher in Berlin gebaut wird, so gewollt und irgendwie fashionable. Der Stadt, dem Kiez, dem Feeling ... Altberliner sagen FLOW dazu und spitzen den Mund in die Höhe ....tut das jedenfalls gar nicht gut. Die meisten Neubauten wirken bedrohlich bis nichtssagend. Herz ist da nicht drin, viel Geld schon.

 

Oder ist es so, das der Bau-Senator nur auf den Flughafen fixiert ist, und dabei die Augen für die Stadt verliert? Gibt es denn keinen Beamten mehr, der in seinem Büro Überraschungseier-Figuren sammelt, eine Hydrokultur-Kultur pflegt und sich mit den Bauplänen auseinandersetzt. Einer vom alten Schlag also, der mal sagt: "So nicht Freund Blase!"

 

Es kann doch nicht immer Fashion Week sein.....

 

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Di

10

Jul

2012

Eine Fahrt mit ungewissem Ausgang | BVG in Berlin

So...mal eben einen aktuellen Lagebericht aus der Stadt der Mobilität unseren Besuchern mitteilen. Vorneweg: Weder kann Berlin S-Bahn, noch Flughafen und schon gar nicht U-Bahn. Heute kann Berlin uns mal. 

 

Ausgangspunkt: U-Bahn Seestrasse. Zielpunkt: Hallesches Tor. Wunder Punkt: Bauarbeiten in der U-Bahn. Hier stimmt überhaupt nichts. Fangen wir mit der Information der Fahrgäste an. Irgendwelche mutlos irgendwohin geklebte Bilder sollen einem den Weg erklären. Hier aussteigen, da geht es dann weiter, denken Sie an einen Fußmarsch und so weiter und so weiter. Man versteht diese Bilder nicht!

 

Die erste Bahn fährt ein. Auf der Anzeigetafel steht Friedrichstrasse. Nach zwei Stationen ist aber schon Schluss. Der Fahrer nuschelt, anscheinend legt sich sein Mikrofon geschmeidig an seinen hinteren Gaumenbereich an: " Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Wäre der Mensch nicht so ein Herdentier, man würde stehenbleiben und spontan losheulen. So alleine fühlt man sich. Aber es ist doch nur ein Gleiswechsel.

Hier wieder schlanke 7 Minuten warten. Eine volle U-Bahn fährt ein, Menschen fallen einem entgegen. Kaum sitzt man ... heisst es wieder "Aussteigen....Weiterfahrt...wir bitten...benutzen Sie...Danke!" Gleiswechsel, 9 Minuten warten, Italienern und Spaniern und leicht betrunkenen Franzosen erklären, wie sich das hier mit der Weiterfahrt verhält und das Berlin auch U-Bahn-Strecken hat, die funktionieren.

Mit dem hysterischen Ausdruck einer Schildkröte wechselt der U-Bahn Schaffner die Wagenenden. Der hat die Ruhe weg, schlurft an uns geduckt vorbei. Da...eine U-Bahn kommt. Oh, alles klar, es ist unsere. Endstation: Friedrichstrasse. Weiter zu Fuß, im Schlepptau halb Europa aus dem Rettungsschirm. Natürlich gibt es auch Baustellen oberhalb des Untergrundes, natürlich müssen Taxifahrer mit 100 Sachen fast durch die zusammengewürfelte Touristentruppe gondeln.

Und natürlich warten wir alle an der Französischen Strasse auf die U-Bahn. Hier soll ja Unter den Linden ein neuer Querbahnhof für die Kanzler-U-Bahn entstehen. Ist klar Berlin....das alles zur besten Touristenzeit auf einer der meist genutzten Untergrund-Rennstrecke. Bauarbeiten müssen sein; das haben wir begriffen. Die Kanzler-U-Bahn und ihren Sinn verstehen wir nicht wirklich. Sie ist teuer, erfordert Unsummen an Geld ... und das längerfristig, da Tunnel....und schon vor Jahren ist man in Berlin hübsch mit dem Doppeldecker-Bus oder der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Alex gekommen. Städte wie Frankfurt bauen ihr Strassenbahn-Netz aus, entlasten dadurch die Innenstadt von zusätzlichen Autos und sparen durch PublicPrivatePartnership-Modelle auch noch Geld. Wir warten nicht nur am Gleis elendig lange, sondern auch darauf, dass die Kosten für diesen Bau "leider um soundso viel Prozent steigen werden"!

 

110 Jahre Berliner U-Bahn: Mobil ist was anderes....

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Mo

18

Jun

2012

Zu nüscht fähig | Hitze in Berlin

Heute, 32 Grad, komatös geistert man durch den Tag. Der Schädel brummt, jede Bewegung fällt schwer und wenn das Telefon noch einmal klingelt, fallen spontan die Ohren ab. Berlin ist im Winter echtes survival; im Sommer wird man allerdings auch auf die Probe gestellt. Zwar stürmt es Gott sei Dank den ganzen Tag, aber so richtig abgekühlt geht es anscheinend heute nicht. Montag...spontane Wochenamnesie...die langsam wieder aufgearbeitet werden muss. Und so kriegt man den Tag rum, macht morgen das, was heute ständig weggeschoben wurde, geht ganz langsam nach Hause...und ist zum ersten Mal bereit, zu lächeln.

 

Zu nüscht fähig...

 

Wem sachste das....

 

Scherzkeks...

 

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Do

14

Jun

2012

Altersgerechtes Wohnen im Speckgürtel von Berlin

Bei diesem Wetter macht es natürlich Spass, Kaufobjekte im Berliner Speckgürtel zu besichtigen. Und gerade, wenn die Idylle am schönsten ist, man dösend durch die Sonne trabt, zack, kriegt das Gehirn etwas zum Nachdenken. Was bitteschön sind Pferdesenioren? Denkt man sich im ersten Schritt. Und man erkennt, dass ein richtiges Immobilienmanagement sich in den unterschiedlichsten Bereichen wiederfindet. Das finden wir innovativ und obwohl wir keine Pferdekenner sind, scheint das gang und gäbe zu sein. Im Ort wimmelt es von Pferdealtersheimen...und die Bewohner sahen alle ziemlich fit und wild aus. 

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Di

22

Mai

2012

Graffiti ... die Fortsetzung | Berliner Reaktionen

Ja...nee...schon klar...vielen Dank an die kreative Seele von Berlin, die immer eine Antwort findet! Entwaffnend, auf den Punkt und sicher sehr wirkungsvoll, unterstreicht dieser Satz aber auch, dass es hier nicht um Sprayer-Respect geht. Und trotzdem...Respekt!

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Di

08

Mai

2012

Die neue Kommunikation | Graffiti in Berlin

Screenshot via NoB
Screenshot via NoB

Schön, wenn sich eine Hausverwaltung die Mühe macht, Fassadenmaler direkt und sympathisch anzusprechen. Denn es sit ja so: Eine frische Wand, ein schöner Anblick und schön schlägt das Sprayerherz höher. Da könnte man doch seinen Friedrich-Wilhelm druntersetzen, das Revier markieren, die Grenzen abstecken. Das ist für viele Eigentümer unschön. Sie lassen entfernen, die Hauswand mit Anti-Irgendwas behandeln und ärgern sich, dass es dann doch jeden Tag anders aussieht. Einige Eigentümer lassen es gleich sein. Folge? Die Hauswand sieht aus wie ein Blatt Papier nach einem langweiligen Meeting. Total langweilig. Manche Sprayer hinterlassen Zeichen, die bereits in einer Kartei der Polizei peinlichst genau vermerkt und zugeordnet werden. Andere entwerfen Gebilde, die zugegeben, manchmal sehr stylish wirken. Aber es ist und bleibt Sachbeschädigung, wird zur Anzeige gebracht, allein auch deshalb, damit man bei der Versicherung Ansprüche geltend machen kann. 

Hier mussten wir aber doch lachen. Weder Bild noch Zeichenfolge...nein, die pure Kommunikation auf die Aufforderung, es gerade nicht zu tun.

Und das es immer irgendeinen Kasper gibt, beweist dieses Graffiti eindrucksvoll.

 

Jungs (oder vielleicht auch Mädels, man weiss es nicht)....ihr habt uns zum lachen gebracht.

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Do

26

Apr

2012

Mal eben Berlin verstehen...

Achtung: Jetzt mal ein bisschen Schule für alle:

Beim Berlinerischen handelt es sich sprachwissenschaftlich nicht um einen Dialekt, sondern um einen (sehr selten anzutreffenden) Metrolekt, eine in großstädtischen Zentren aus einer Mischung vieler unterschiedlicher Mundarten entstehende Stadtsprache. Die stärkste Ausprägung hat diese „neue“ Sprache in den städtischen Bereichen Berlins erfahren; daher existieren in Berlin bis heute Wörter, Spitznamen usw., die ihren Weg noch nicht in das Umland gefunden haben.

 

Auch viele Zugereiste versuchen sich zu assimilieren und streuen hier und da ein paar Berliner "wah" und "weeste" - Brocken ein. Darüber kann der Berliner, und natürlich auch jede Berlinerin nur müde lächeln. Machen se aba nich....sondern lassen es geschehen. Niemand kann so gut berlinern wie die Berliner. Jeder Versuch von anderen fliegt irgendwann unweigerlich auf. Ob Ihnen, uns oder dem jüngeren Bruder...der, wie unser Bild es zeigt, hier in Berlin gerne Keule genannt wird....berlinern kann man nicht lernen; den Berliner Metrolekt (!) kann man höchstens verstehen lernen. 

 

Weisste Bescheid....

 

Keule!

 

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Mo

23

Apr

2012

Maximale Energieeffizienz bei minimaler Investition

Ein quälender Montag, der einfach nicht zu Ende gehen will und dann das....hat sich doch ein Spassvogel einen, zugegeben, ganz netten Spass erlaubt. Einfach mal den Pelz unter der Rubrik "1-Zimmer-Apartment" promoten und sehen wer sich meldet.

Ganz lustig...natürlich... aber doch gegen die Richtlinien von Immobilienscout24. Das Portal führt das Objekt jetzt nicht in den Trefferlisten. Schade...wir hätten gern gewusst, wie es sich auf einem Quadratmeter wohnt, lebt und arbeiten lässt.

 

Trotzdem...schön geschmunzelt und dann doch ganz gut in die Woche gestartet.

 

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Fr

13

Apr

2012

Berliner Makler und die Provision

Lieber DasTwitta auf twitter.com,

 

hier eine feine, nur kleine Auswahl, die diesen Umstand der 2 Nettokaltmieten plus MwSt. durchaus rechtfertigen:

 

1.) "Haben Sie noch andere Wohnungen?"

heisst: Kein Interesse, danke für die Anfahrt!

2.) "Ich kann abends um 10, morgens um 7:00 Uhr oder Sonntag, da aber dann ganztägig!"

heisst: Wir spielen mal mit dem Makler ein wenig PingPong

3.) "Hat die Wohnung einen Balkon?"

heisst: Das Exposé wurde gar nicht gelesen

4.) "Eigentlich suchen wir ja was größeres!"

heisst: Ich wollte mich nur mal umschauen, gerne zu den unter 2. angeführten Uhrzeiten.

5.) "Kann man da was an Ihrer Provision machen?"

heisst: Man will eigentlich nur mal so..naja..eigentlich...flötflöt!

6.) "Wir wollen die Wohnung unbedingt!"

heisst: Es kommt in den seltesten Fällen ein Einzeiler, eine SMS, geschweige denn ein Anruf!

7.) "Ich habe noch gar nicht gekündigt!"

heisst: Makler rollt heimlich mit den Augen

8.) "Ich nehme die Wohnung sofort!"

heisst: Makler spürt Unbehagen!

9.) "Eine Schufa-Auskunft gebe ich Ihnen nicht!"

heisst: Makler erinnert sich an Punkt 8.

 

Das alles in die richtige menschliche Balance bringen, Hausverwaltung und EigentümerIn überzeugen, sich menschlich nicht vertun und hoffen, dass alles dann auch klappt, die Unterlagen stimmen, bei ersten Problemen, auch nach Mietvertragsunterzeichnung noch ein offenes Ohr zu bieten, sonntags bei 15 Grad minus auf den einen Termin zu warten, der nur genau dann kann, aber doch nicht kommt...das alles kostet, und zwar nicht nur Nerven, Geduld und Ausdauer. 

 

Beste Grüße, MIB (Makler in Berlin oder Mindach in Berlin)

 

 

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Di

10

Apr

2012

Nachts und ohne Blitz | Berlin - Kottbusser Tor

Ostersonntag am Kottbusser Tor unterwegs zu sein, ist wie jeden Sonntag des Jahres. Denn die Bevölkerungsstruktur gibt es vor. Ostern wird hier traditionell nicht gefeiert. Daher ist es ruhig, gelassen, ja fast schon typisch berlinerisch lässig. Und man traut sich, mit dem Motorroller in der einen Hand und der Kamera in der anderen Hand, Berlins bekanntesten und berüchtigsten Kiez zu fotografieren. Ohne Blitz, ohne sorgfältiges Auswählen des Ausschnittes...einfach mal so draufhalten. 

Und das Ergebnis? Zwischen schwarz und weiss, zwischen bedrohlich bis Abendstimmung. Es zeigt sich: In Berlin einfach mal spontan sein, nicht viel überlegen, mal im Kiez unterwegs sein, rumschlendern.

Das ist die beste Einstellung für diese Stadt mit den besten Eindrücken.

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Mo

02

Apr

2012

Die neue Rolle der Kinder! Berliner Mütter wehren sich

Schluss mit lustig; das Ende der Fahnenstange ist erreicht.

Berliner Mütter, und besonders die, die auf´m Berg wohnen möchten nicht länger übermüdet durchs Leben geistern, über angebrochene Hipp-Gläser diskutieren und auf dem Spielplatz ihr Leben fristen. Feierabend! Das Kind wird ausgepackt, auf die Beine gestellt und schon kann es losgehen. Rollentausch der besonders heiteren Art.

Dieses und viele weitere, geniale Einfälle bietet das Comedy-Trio "Eure Mütter" an zwei Abenden im Club "Kookaburra".  Titel: | Nix da "Leck mich!" Auf geht´s |

 

Deftig, grenzwertig, eben immer auch Berlin, obwohl die drei Comedians gar nicht von hier kommen. Genügend Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung bringen sie anscheinend mit!

 

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Mo

26

Mär

2012

Büro, Büro | Berliner Gewerbeimmobilien entwickeln Niveau

Berliner Gewerbeimmobilien ziehen an. Nicht nur Interessenten aus ganz Europa sondern auch preislich. In Top-Lagen, also Einkaufsstrassen oder Nebenstrassen von Flaniermeilen, können Preise bis zu 25 € pro Quadratmeter erzielt werden. Erfreulicherweise werden Leerstände dadurch abgebaut und die Stadt  erhält an markanten Punkten wieder neues Leben. Massgeblich verantwortlich scheint der neue Flughafen BBI, der eine verbesserte Mobilität verspricht. 

Aber auch Firmenexpansionen sind Gründe, sich für den Standort Berlin zu entscheiden. Was aber immer nur am Rande erwähnt wird: Firmen, Firmengründer, Neu-Mieter fragen in den Besichtigungen immer mehr nach der Nachhaltigkeit des Objektes. Welcher Energiekennwert, wie sind die Gestaltungsmöglichkeiten, ohne wesentliche Umbaumassnahmen zu initiieren...ein schöner Trend in Richtung ganzheitliches Arbeiten.

 

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Fr

23

Mär

2012

Leben in der Geschichte

Die Gauck-Behörde (Screenshot)
Die Gauck-Behörde (Screenshot)

Viele wollen auf einem Schloss leben, einige im Paradies und ein paar ausgewählte Menschen können sich jetzt freuen. Die, die schon immer an geschichtsträchtigen Orten leben wollten, bietet Berlin jetzt die Möglichkeit. Die sog. "Gauck-Behörde" ...Sie erinnern sich, der heutige Bundespräsident war Beauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit...wird zu einem Wohn-/ Bürokomplex umgebaut. Damit lässt sich tatsächlich historisches mit gelebter Geschichte verbinden. Und wir hoffen, dass man es zu würdigen weiss...sowohl in der behutsamen Bauausführung, als auch im anschliessenden Wohnambiente.

 

Denn hier wurde Geschichte neu geschrieben!

 

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Do

22

Mär

2012

Hoppla, da konnte wohl wer nicht einziehen...

Berghain-Jünger
Berghain-Jünger

Das Berghain (Namensgeber sind die Bezirke KreuzBERG und FriedrichsHAIN) ist zu recht der beste, größte, lauteste und wildeste Club in Europa. Eine wahnsinnig ausgefeilte Klang-Technologie, mehrere Ebenen, Unisex-Toilettenbereich und allerhand sonst, was nicht auf eine Immobilienseite gehört, unterhalten die Massen von Freitag abend bis Montag morgen. Durchgehend! Man kann also beruhigt am Sonntag um 7 aufstehen, duschen, frühstücken und tanzen gehen. Das Berghain ist immer da.

Anscheinend aber nicht für alle. Trotz relaxter Türpolitik gibt es doch so manche, die den dritten Rausch der Nacht, von was auch immer, nicht vollständig abgebaut haben. Und die werden dann gerne, nach langem Anstehen, nach Hause geschickt. 

 

Das unterwegs noch Zeit geblieben ist, Wände zu bekritzeln....verwunderlich!

 

 

 

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Fr

16

Mär

2012

Herr Vernünftig in Berlin

Herr Vernünftig
Herr Vernünftig

Herr Vernünftig hatte heute Spass. Die Sonne schien seit gefühlten 30 Jahren mal wieder und, ein Novum, brachte sogar Wärme mit. Die Interessenten locker, die Menschen bereits auf der Jagd nach Plätzen im Außenbereich des Cafés; selbst die Hunde schienen lachend auf dem Bürgersteig zu watscheln. Von der ungewöhnlichen Hitze war Herr Vernünftig überrascht.

 

Und so stand er nun da mit Sack und Pack und langsam lief ihm Schweiss hinab.

Heute liebte Herr Vernünftig die Unvernunft.

 

Wir können ihn verstehen...

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Do

15

Mär

2012

Bist du glücklich | Urbane Vielfalt in Berlin

Was ist Glück? Und wann ist Glück? Unweigerlich muss man jeden Morgen daran denken, wenn man den Eingang zum U-Bahnhof Wittenbergplatz benutzt.

 

Und man überlegt, was es ist, das Glück. Das streben nach Glück ist individuelles Freiheitsrecht. Da braucht man keine Rücksicht nehmen. Glück ist das, was nur individuell empfunden werden kann. Aber in der Natur ist der Mensch den anderen Menschen gleich. HIer erkennen wir, dass wir durchatmen können, in die Sonne blinzeln und den Geruch des Frühlings erahnen wir mit einem zufriedenen Lächeln. Es gibt Menschen, die bringen uns dieses Naturglück in die Stadt zurück. Etwa auf dem Tempelhofer Flughafen mit einem Erlebnisgarten oder in der Kreuzberger Cuvrystrasse. Urban gardening, die Rückkehr der Gärten in die Städte hat sicherlich nicht nur eine gesellschaftliche Bedeutung, sondern bringt uns Glücksmomente in den urbanen Alltag.

Wie die erste Sonnenblume, ein wohlgepflegter Kräutergarten oder eine türkische ältere Dame, die mit ihrem Spazierstock ihre Enkeltöchter durch den Prinzessinengarten am Moritzplatz scheucht. Ordnung muss sein. Das kennt schliesslich auch die Natur!

 

Unser Lesetipp: www.urban-gardening.eu

 

Und dann ab April 2012, live und in True 3D: www.prinzessinnengarten.net

 

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Do

08

Mär

2012

Moderne Kunst oder künstlich modern ?

Zuerst dachten wir, dass das holländische Bier doch einen Zusatzstoff hatte, den wir Deutschen nicht vertragen. Dann aber, als wir letztens bei unserem Arbeitstreffen in Amsterdam bemerkten, dass neben uns noch andere Leute stehenblieben, wurde uns klar: Das hier ist keine moderne Kunst, das ist real. Ein LKW, scheinbar eingeklemmt zwischen den Häusern. Des Rätsels Lösung: Aufgrund des Platzmangels in der Amsterdamer Innenstadt haben Architekten den Hintereingang des Kaufhauses optimal genutzt und einen LKW-Lift  zwischen zwei Häuser integriert. Fasziniert warteten wir, bis der LKW wieder sicheren Boden unter den Rädern hatte und völlig teilnahmslos wegfuhr.

Da wussten wir: Wir waren doch nüchtern!

 

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Di

21

Feb

2012

Ein neuer Mieter | zwei Fahrer | ein Skandal

 

 

Kaum ist unser neuer Mieter für das Schloss Bellevue vorgesehen, schon geht es skandalös zur Sache. Anscheinend beanspruchen zwei Berliner Taxifahrer...ja, dass sind die, die mit 100 km/h durch Kreuzberg brettern und sich dabei noch eine Zigarette drehen und lässig nach hinten schauen...den Herrn Gauck für sich. "Bei mir wurde er Präsident", klingt wie, ich habe ihn erst zum Mann gemacht. Tatsächlich erzählt im linken Revolverblatt der Chef des Angestellten, abgebildet hier im rechten Revolverblatt, wie sein Fahrer den BP in spe chauffiert hat. Jeder hängt sich jetzt an den Ruhm des anderen. Das ist auf höchster Parteiebene so und setzt sich fort bis zum Taxifahrer. Wir wollen nicht vergessen, dass Herr Gauck noch gewählt werden muss. Erst dann wird im Haus mit der schönen Aussicht der Mietvertrag rechtskräftig. Und die Taxifahrer können den Ruhm, wenn er denn einer sein sollte, zu Recht für sich beanspruchen.

 

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Fr

17

Feb

2012

Das tägliche Länderspiel

Um es gleich vorneweg festzuhalten: Wir sind keine Ostalgiker, wir wollen keine Mauer zurück oder beharren darauf, dass damals alles besser war.

Aber immer, wenn wir in unseren Besichtigungsterminen in Mitte an diesem Haus vorbei hetzen, immer wenn, wie zufällig, dieses Haus in unseren Blickwinkel auftaucht, dann halten wir kurz inne.

Ja...hier war ein anderes Land, zwar ein Deutschland, aber doch ganz fremd. Die gleiche Sprache, die gleichen Macken, alles unter einem Himmel. Und unsinnigerweise Unendlichkeiten entfernt.

Und zwischen modernem Neubau und renoviertem Altbau steht eine Erinnerung. Da denken wir gerne dran, auch im 22. Jahr der Wiedervereinigung. Immer ist da irgendwie das Gefühl, als ob es gestern war.

So soll es auch bleiben! 

 

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Di

07

Feb

2012

Rule Britannia....

Sportlich, sportlich, was sich da gerade in London entwickelt.

Der Startschuss für die olympischen Spiele in London 2012 ist noch nicht gefallen, schon spurten britische Vermieter ins Ziel. Aufschläge bis zu 400 Prozent auf muffige Dachkammern mit muffigen Mitbewohnern sind zu erwarten. Altmieter müssen sportlich die Wohnung räumen, denn Olympiagäste zahlen mehr und mäkeln weniger rum.

London bereitet sich auf die Olympischen Spiele vor. Auf allen Gebieten, so auch im Immobilienbereich. Seit Jahrzehnten diktieren hier die Vermieter Mietpreise und Kündigungsfristen. Logisch, dass man zu Olympia 2012 die Preise extrem anzieht. Aber gleich die vertrauten Mieter temporär ins Aus stellen...das ist dann wohl etwas sophisticated. Und unterstreicht und festigt den Inselcharakter von Land und Leute.

 

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Mi

01

Feb

2012

Gentrifizierung in Mitte! Bitte?

Da wartet man auf den nächsten Besichtigungstermin, erkundet ein bisschen die Umgebung...schliesslich will man vorbereitet sein...und dann das. Am Edelitaliener weht eine hübsch gestylte Protestnote. Okay, sprachlich ganz schön gestaltet, aber das war es dann auch schon. Wir versuchen mal eine kleine Randnotiz über Berlin-Mitte.

Zu DDR-Zeiten war dieser Bezirk alles andere als hipp, wohl eher hopp. Die Häuser fanden gerade mal so Halt auf ihren Grundmauern, die Strassen hätten durchaus einer Motocross-Weltmeisterschaft standgehalten. Mitte war das Stiefkind der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Da wollte man nicht hin und wenn man da war, wollte man eher so schnell wie möglich weg. Dann Mauerfall, Sanierungsgebiet, Entwicklung zum Hot Spot. Betrachtet man die Bevölkerungsstruktur, dann ist hier eher Westen statt Mitte.

Soviel dazu....

Wer jetzt kommt und sagt, alteingesessene Bewohner werden vertrieben, Luxuslofts entstehen, die Struktur würde einfach nicht mehr stimmen, der irrt. Aus städtepolitischer Entwicklung stimmt das schon länger nicht mehr. Mitte ist international geprägt, hat tatsächlich sehr viele Kreative und "Was mit Medien" Bewohner, aber der ursprüngliche alte Kern, der ist schon länger stark geschmolzen. Hier eine Gentrifizierungsdebatte aufzumachen, ist verstörend. 

 

Und kommt eher modisch daher....

 

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Mo

02

Jan

2012

Wenn Ideen endlich schlüpfen..

Wir alle, ob gewollt oder ungewollt, starten mit neuen frischen Einfällen in das beginnende Jahr. Viele Vorhaben verschwinden in der Routine, aber manches kann sich über den Januar hinaus retten. Entweder Gewicht verlieren oder die Freundin, vielleicht mal mehr schlafen oder mehr tanzen gehen. Wie auch immer...eine schöne, erfolgreiche und dann doch...ja, man muss es sagen...gesunde Zeit wünschen wir. Denken Sie dran: Wir wissen nichts vom Leben nach dem Tod; daher achten Sie auf eine gesunde Ernährung und ein ausgewogenes Leben. Wer weiss, was nach dem 21.12.2012 passiert und dann stehen Sie da: In Jogginghosen, fleckigem T-Shirt und Bauchansatz. Eine schlüpfrige Vorstellung...

Willkommen im Neuen Jahr
Willkommen im Neuen Jahr

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Do

22

Dez

2011

Man lebt nicht in Berlin, sondern mit Berlin...

Kurz vor entspannten und entspannenden Feiertagen, kurz vor dem Jahresende entdecken wir im Netz eine wunderbare Animation. Die Pappsatt-Produktion hat in einem animierten Film das Thema "Kiez im Wandel der Zeit" wie wir finden hervorragend dargestellt. Handwerklich ist es eine Meisterleistung, auch wenn die nörgelnden Kommentare auf der YouTube-Seite was anderes behaupten. Inhaltlich ist es natürlich etwas, was uns in unserer Arbeit zu denken gibt. Ist das Thema Gentrifizierung in jedem Kiez so stark wie, sagen wir mal im Prenzlauer Berg? Kann Neukölln sich wehren und den alten Charme behalten? Das Jahr 2012 wird es zeigen. Jedenfalls ein wunderbarer Film, absolut detailversessen und etwas, was ohne moralische Bewertung auskommt.

Wir bleiben nachdenklich...und danken für den Spiegel, den man uns als Makler vorhält!

 

http://www.youtube.com/watch?v=dKkpsZSaPmY&feature=youtu.be

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Mo

28

Nov

2011

Wir verweisen hier zum ersten Mal ...

... auf einen Blogeintrag, der in direkter und emotional berührender Art und Weise mitteilt, was Wohnen in Deutschland noch alles bedeutet.

 

Gehen Sie auf 

http://holyfruitsalad.blogspot.com/

und suchen Sie nach dem Blog-Artikel "Wohnungslos" vom 27.11.2011. 

 

Dem können wir nichts mehr hinzufügen....

 

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Do

17

Nov

2011

Maklersprache ist schon deftig....

Hausvogteiplatz in Berlin
Hausvogteiplatz in Berlin

„Die Besorgungen des täglichen Bedarfs sind fußläufig erreichbar!“ So...das hat erst einmal gesessen. Wer bitte schön sagt denn fußläufig? Gehen Nicht-Interessenten etwa auf den Brustwarzen zur Arbeit oder wird hier verglichen mit läufigen Hündinnen? Und wer kennt schon den täglichen Bedarf eines jeden und einer jeden? Schaut man sich die Exposéetexte der Immobilienangebote genauer an, dann, ja dann entdeckt man: Sie gleichen sich alle! Keiner macht sich die Mühe, mal fünf Minuten darüber nachzudenken, wie man eine 2-Zimmer Wohnung beschreiben kann. Einfach mal aus dem Fenster schauen, die Fotos genauer betrachten und dann schwingen sich die Ideen schon zu einem Text zusammen. Schließlich will man die Kunden hier im ersten Kontakt begeistern. Panorama-Bilder einer 30qm Wohnung machen das Objekt im Netz schön groß; in der Realität verkommt es dann allerdings zur kleinen Nichtigkeit. Gesellen sich dann auch noch fußläufige Eigenschaften dazu...na dann fällt die Tür gleich wieder ins Schloss. Immobilienmakler können sich von Juristen, die mit einem Sprachschatz von gut 5000 Wörtern durchs Arbeitsleben kommen, wohltuend absetzen. Indem sie der Phantasie die Tür öffnen. Stellen Sie sich vor, was Kunden denken, wenn sie in jeder Anzeige „fußläufig“ lesen? Sehen Sie, die wissen damit gar nichts mehr anzufangen. Und zack ist das Interesse für das Objekt weg....und der mögliche Kunde hinterher auch! Fußläufig?! Pfff....

 

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So

06

Nov

2011

Ich glaub´ich sollte mal wieder sanieren

Immobiliensanierung ist ein weites Feld. Der Horizont ist meist nicht zu sehen, gibt es doch mehrere Möglichkeiten, energetische Veredelungen sich kostengünstig finanzieren zu lassen. Der Staat hilft? Mitnichten...die aktuelle Regierung hat günstige Zuschüsse und wertvolle Hilfen erst einmal auf Eis gelegt. Es gibt anscheinend wichtigeres im Leben als nachhaltiges Sanieren. Vielleicht saunieren? Ja, war ein Spass, aber wer die EnEV (Energieeinsparverordnung) beachten muss und wer nicht, wer wem welche Fristen davonlaufen und wer Unterstützung vom Staat bis wann überhaupt bekommen soll, der sollte jetzt den frühen Abend nutzen und sich dahinter klemmen. Kann ich bei der KfW kostengünstige Kredithilfen erwarten, muss mein Dach gedämmt werden, wie steht es mit der Energieeffizienz. Das Jahresende ist ja immer so eine Sache. Hier laufen Fristen ab oder aus und wer im Neuen Jahr nicht nur das Rauchen aufgeben will, oder mehr Sport treiben möchte, der sollte sich als Hausbesitzer über staatliche Hilfen informieren. Sonst fällt einem noch die Decke auf den Kopf, und keiner will´s gewesen sein.

Mehr dazu auch hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,783086,00.html

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Mo

05

Sep

2011

Steglitz on top

Steglitz in top
Steglitz in top

So langsam wird es spannend in Steglitz. Unser neues Objekt ist zwar ein bisschen in die Tage gekommener Neubau, der aber grundlegend modernisiert wird. Überwiegend sind hier 1-Zimmer-Apartments zu finden, vereinzelt auch 2-Zimmer-Apartments, die mit neuen Bädern und Böden ausgestattet werden. Der Clou aber sind die zwei, nennen wir sie mal "Würfel", die sich auf dem Flachdach befinden. Nicht nur eine fantastische Sicht, eine chillige Dachterrasse...nein....jedes Zimmer hat einen wunderbaren Wintergarten, ist also quasi schon ein 2-Zimmer-Apartment. Einige Mitarbeiter von Mindach-Immobilien haben sich schon direkt in die "Würfel" verliebt und überlegen, ob sie ihren Stadtteil wechseln sollen. Bleiben sie dran, in den nächsten Wochen wird es mehr Infos geben...

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Mi

24

Aug

2011

Berlin-wo alles geht, lassen sich viele Journalisten gehen

...Unter dieser leicht abgewandelten Überschrift ist ein weiteres Kapitel des von der taz bezeichneten "Berlin-Bashing" aufgeschlagen worden. Diesmal wiederum von der FAZ, einer Tagesszeitung aus Frankfurt/ Main, also einer Stadt, die zwar 300.000 Einwohner zählt, dennoch als Pendlerstadt gilt, aus der Menschen nach der Arbeit in den aufgeräumten Taunus vorzugsweise fliehen, wo sie kaum Touristen treffen, schon gar nicht die fast 10 Millionen jährlichen Besucher der Hauptstadt, eine Stadt, die mit dem einzig wahren Touristenviertel Sachsenhausen ein durchaus grunddreckiges Revier besitzt, wo Menschen nicht nur zu WM-Zeiten Schland rufen und gerne mal kotzend in Kinderwagen urinieren, statt sie anzuzünden, und wo die Vielzahl der Pendler abends eine verwaiste Innenstadt hinterlassen, in deren angrenzenden Bezirken die Menschen sich zurückziehen, die ewig gleichen Lokalitäten besuchen und in den Abend starren und darauf warten, endlich Großstadt zu werden, wo sie sich doch schon Mainhattan nennen dürfen, wegen der drei hohen Häuser, worüber sich Touristen aus den USA höflichst grinsend wieder in Richtung Heidelberg aufmachen, um dann zwei Tage später endlich eine deutsche, große, weltoffene Stadt zu sehen, die auch abends und besonders nachts lebt....mit Wandgemälden, Abfall und Pfandgut für die sozial Benachteiligten, deren Frankfurter Äquivalent gerade im Gallus zusammengepfercht leben müssen.

 

Be Berlin heisst eben auch, nicht nur den schönen Schein wahren, sondern leben...mit allen Facetten, auch den schlechten. Es geht den Menschen wie de Leut`, dass sagt ihr doch da unten in Frankfurt/ Main immer.

 

Haltet euch dran!

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Mo

04

Jul

2011

Schöner wohnen im Büro

....so titelt die Wochenend-Ausgabe der Berliner Morgenpost, und die Journalistin denkt, sie hätte da die Hammer-Geschichte aufgetan. Wer geht denn nicht gerne ins Büro, lässt sich dort häuslich nieder, schmückt den Bildschirm mit Überraschungs-Ei-Figuren und pflegt todkranke Yucca-Palmen? So neu ist das nicht in der deutschen Arbeitnehmerlandschaft. Neu hingegen ist, dass man in Berlin demnächst, alte, also stillgelegte Bürohäuser zu hochwertigen Wohnungen umbauen lassen will.

Viele sind aus den 80er Jahren, andere noch aus DDR-Zeiten. Also aus dem letzten Jahrtausend und da kann man schon wieder einen Gedanken an die Denkmalpflege verschwenden. Mittlerweile arbeitet man ja in Lofts oder hochmodernen Büro-Ensembles und die alten Verwaltungsgebäude wurden im Regen stehen gelassen. Eine schöne Idee, zumal man Schrott-Immobilien, wie der Projektentwickler sie alle bezeichnet, hiermit rettet.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass manche ihrer neuen Bewohner morgens nicht vergessen, ins Büro zu gehen.

 

Hier geht es zum vollständigen Artikel

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1684557/Schoener-wohnen-im-Buero.html

 

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So

08

Mai

2011

...und die anderen laufen hinterher....

Geschafft...BIG 25, ein Lauf zwischen Halbmarathon, aber noch weit entfernt von der Königsdisziplin, dem Marathon. Bei heissen 21 Grad am Morgen (!) wurde pünktlich um 10 Uhr gestartet, ausgestattet mit Trinkgurt, den neuesten Remixen der internationalen Electro-Szene und einem gehörig verkanteten Ischias-Nerv. Abflug vom Olympia-Stadion, bei Kilometer 10 durch das Brandenburger Tor gelaufen, an der Gedächtniskirche kurz gewünscht, dass man einen anderen Sport (Billiard, Formel 1 gucken) den Vorzug gegeben hätte. Freunde, Kunden und völlig Fremden freudlos zugelächelt, überlegt, wie weit man es wohl auf nur dem linken Bein schafft, an der Kant-Strasse bemerkt, dass da doch ´ne Steigung drin ist, die sich mit dem Auto ganz anders anfühlt, um schliesslich und endlich und unendlich erleichtert im Qlympia-Stadion einzulaufen. Wir danken den vielen anderen "Na klar, ich komme an die Strecke" Freunden für deren Entscheidung, bei diesem Wetter lieber auf der Sonnenwiese zu liegen oder träge die Hängematte zu bewegen. Es war sicherlich die richtige. Aber auch wir haben uns richtig verhalten. Berlin erlebt und, mal wieder, Berlin belebt! 

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Mi

06

Apr

2011

Eigenbedarf hat auch mit eigener Einstellung zu tun

Im August läuft die Regel aus, nach der Wohnungskäufer Mieter erst nach sieben Jahren verdrängen dürfen.

 

Man kommt in eine Stadt. In seine Stadt. Man entdeckt Ecken und Kanten, Flecken und Tanten. Und man sagt: Hier will ich bleiben, hier kauf´ich mir was eigenes. Schöner kann man sich nicht einfinden. Aus einer Vielzahl von Wohnungen sucht man sich die Perle, besiegt die Bürokratie und dann? Sitzt da noch das böse Wesen ALTMIETER. Laut dem Gesetz zum Thema Eigenbedarf, darf der neue Besitzer erst nach sieben Jahren seine Wohnung sein Eigentum nennen. Dann muss der Alte raus, und der Neue darf rein.

 

Hat was vom Akkuwechsel, ist aber gravierender, wenn es um die Immobilie geht. Da gibt es Streitfälle und jahrelange Auseinandersetzungen, obwohl Einsicht auf beiden Seiten das Projekt gut vorantreiben könnte.

 

Hier in Berlin sind Wohnungen noch keine Mangelware, weder als Eigentum, noch als Mietobjekt. Vielleicht kann man Hand in Hand arbeiten, Vorstellungen austauschen, Pläne schmieden. Vermitteln tun wir von Mindach-immobilien sowieso gern und ganzheitlich, aber eine gesetzliche Regelung mit langem juristischen Wegen…da sollte man sich eigentlich zu schade für sein. Wir helfen, wo wir können, ehrlich!


Draussen wartet schließlich Berlin….

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Di

05

Apr

2011

Genusshauptstadt Berlin-Bleiben wir mal bei den Tatsachen

 

Kürzlich meldete das Manager-Magazin eine erfreuliche Vielfalt kulinarischer Möglichkeiten. Der Link dazu kommt später, lesen Sie erst einmal hier.  Das hilft Ihnen sicherlich weiter.

 

Berlin ist arm, aber sexy und vor allen Dingen köstlich. Es gibt Restaurants mit Preisen, die einem die Tränen der Freude in die Augen schießen lassen. Pizza aus dem Holzkohleofen für knapp 3 Euro, ein halbes Hähnchen für knapp ebenso viel, eine Currywurst mit einer 1 im vorderen Teil des Preises. Das sind die Fakten! Und die Standards, mit denen die Bevölkerung tagtäglich Genuss konsumiert. In Berlin steht man auf, überlegt, was man heute alles so mitnehmen muss, weil die Stadt einfach zu groß ist, um mal eben nach Hause zu fahren, um dann wieder erfrischt loszuziehen. Und...man plant auch die Befriedigung niederer Instinkte.

Wir vermuten, ein Großteil der Bevölkerung weiß morgens schon, dass heute eine Currywurst bei Konnopke im Prenzlauer Berg aber sowas von fällig ist. Oder legt Termine so, dass man bei Mustafas am Mehringdamm wie zufällig am Mittag vorbeikommt, um den besten Chickendöner zu genießen. Genuss, da wird nicht lang palavert, ist, wenn es auf dem Weg liegt.

 

Ja gut, kommt hoher Besuch (Eltern, Freunde, die es zu beeindrucken gilt, Tantchen) dann schaut man schon mal, was man so zu bieten hat. Und sicher, da bietet Berlin ja auch einiges. Wäre aber auch schlimm, wenn alle Nationen hier nicht auch kulinarisch vertreten sind.

Aber ein „Heute wollen wir mal Spanferkel mit handgedengeltem Käse aus der Auvergne essen“....das ist zeitlich gar nicht machbar, die Wege zu lang, der Hunger zu groß.

 

Einigen wir uns auf Berlin-Hauptstadt mit Genuss. Klingt etwas hölzern, aber es geht ums satt werden und wer einmal eine Currywurst bei Konnopke nahe einer gefühlten 6-spurigen Autobahn im Prenzlauer Berg gegessen hat, der ahnt wovon hier geschrieben wird. Dabei geht es nicht nur um die Wurst, sondern auch die Gesellschaft, in der man sich befindet.

 

Die ist dort auch köstlich! Ein Genuss sozusagen...

 

Hier aber doch der Link, falls Besuch ansteht:

 

http://www.manager-magazin.de/lifestyle/genuss/0,2828,752528,00.html

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Mo

07

Mär

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